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Bund plant totales Werbeverbot für Zigaretten

Zigarettenwerbung in Zeitungen, auf Plakaten und in Kinos soll massiv eingeschränkt werden. Bei Veranstaltungen macht der Bund allerdings eine Ausnahme.

Ist dem Bund ein Dorn im Auge: Plakatwerbung für Zigaretten in Zürich.
Ist dem Bund ein Dorn im Auge: Plakatwerbung für Zigaretten in Zürich.
Walter Bieri, Keystone

Mit einem neuen Tabakgesetz will der Bund die Zigarettenwerbung massiv einschränken. Das Verbot würde für Plakate, Zeitungen, Zeitschriten und Kinos gelten. Kulturveranstaltungen sollen die Tabakfirmen weiterhin sponsern dürfen, schreibt der Bund auf Anfrage von «10vor10». Der Gesetzesentwurf befindet sich zurzeit in der Ämterkonsultation. «Für die Lungenliga steht der Jugendschutz im Vordergrund», sagt Sonja Bietenhard, Direktorin der Lungenliga Schweiz gegenüber «10vor10». Man begrüsse das geplante Verbot: «Ein umfassendes Werbeverbot soll verhindern, dass Jugendliche richtiggehend zum Rauchen verführt werden», so die Bietenhard.

«Rauchen ist erlaubt»

Hans Hess von der Vereinigung des Schweizerischen Tabakwarenhandels sieht dies anders: «Das ist für uns eine totale Überregulierung». Der Entwurf des Bundesamts für Gesundheit schiesse weit übers Ziel hinaus. Dem stimmt Hanspter Lebrument, Präsident der Schweizer Verleger, zu: «Rauchen ist erlaubt, deshalb sollen Zigaretten auch beworben werden dürfen», sagte gegenüber «10vor10».

Der Bund will zwar die Werbung stark einschränken, das umstrittene Sponsoring von Veranstaltungen aber weiter zulassen. Bei Openair-Festivals und Kulturveranstaltungen sollen die Tabakfirmen weiterhin als Sponsoren präsent sein dürfen. Nur bei Anlässen mit «internationalem Charakter» und «grenzüberschreitender Wirkung» sollen Tabakfirmen nicht mehr als Sponsoren auftreten dürfen.

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