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Bund plant Lernfahrausweis ab 17

Autofahren will geübt sein, denkt sich wohl auch der Bund. Deshalb sollen Neulenker bereits mit 17 hinters Steuer und die WAB-Kurse auf einen Tag reduziert werden.

Ein Jahr früher als bisher: Mit dem Lernfahrausweis ab 17 sollen Neulenker mehr Routine bekommen. (27. Oktober 2014)
Ein Jahr früher als bisher: Mit dem Lernfahrausweis ab 17 sollen Neulenker mehr Routine bekommen. (27. Oktober 2014)
Christian Beutler, Keystone

Lernfahrausweis, theoretische Prüfung, Verkehrskundeunterricht, praktische Prüfung, Fahrausweis, zwei Tage Weiterbildungskurse (WAB) – so ist der Werdegang eines Neulenkers in groben Zügen. Der Lernfahrausweis konnte bisher erst mit Erreichen des 18. Lebensjahrs angefordert werden. Doch eine Arbeitsgruppe macht dem Bund nun Verbesserungsvorschläge, wie der Führerausweis besser zu erwerben ist. So sollen angehende Autofahrer künftig den Lehrfahrausweis bereits im Alter von 17 Jahren bekommen, berichtet die «Zentralschweiz am Sonntag».

Der Bund erhofft sich dadurch, dass sich die Lernfahrenden bis zur praktischen Prüfung eine gewisse Routine angeeignet haben: «Massnahmen in verschiedenen europäischen Ländern Europas haben gezeigt, dass das Anfängerrisiko sinkt, je länger die begleitete Lernphase dauert», erklärt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach. Dadurch ändert sich auch der Charakter des Leistungsnachweises, der weiterhin erst ab 18 Jahren erbracht werden darf: «An der praktischen Prüfung sollen künftig nicht mehr in erster Linie Fehler gezählt, sondern Kompetenzen nachgewiesen werden.»

Kurse werden günstiger

Auch die WAB-Kurse sollen in Zukunft innerhalb eines Tages abgewickelt werden: Im Mittelpunkt ständen «jugendtypische Unfälle und deren Vermeidung» anhand praktischer Fahrerlebnisse auf einem Ausbildungsplatz und im Strassenverkehr sagt Rohrbach. Die erste Phase der Fahrausbildung soll dadurch gestärkt werden: «Der Verkehrskundeunterricht soll neu vor der Theorieprüfung stattfinden und das Verständnis für die Verkehrsregeln wecken.»

Ob durch die vorgesehenen Änderungen auch finanziellen Einfluss haben werden, ist nicht klar. Rohrbach: «Die Preise der Kurse sind nicht staatlich reguliert, sondern orientieren sich am Markt – dies hat das Parlament so vorgesehen. Die Reduktion auf einen Kurstag sollte sich aber positiv auf den finanziellen Aufwand auswirken.»

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