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Bund entsorgt das Müll-Monopol

Der Bund will es Firmen erlauben, ihren Kehricht von Privaten entsorgen zu lassen. Die Gemeinden warnen, als Folge davon müssten sie die Abfalltarife für Haushalte um bis zu 66 Prozent erhöhen.

Begehrter Müll: Die Gemeinden wollen weiterhin den gesamten Siedlungsabfall entsorgen. Private würden am Kehrichtgeschäft gern mitverdienen.
Begehrter Müll: Die Gemeinden wollen weiterhin den gesamten Siedlungsabfall entsorgen. Private würden am Kehrichtgeschäft gern mitverdienen.
Tom Kawara (TA-Archiv)

Der Beschluss liegt schon einige Jahre zurück, doch passiert ist seither nichts. 2007 forderte das Parlament, das Staatsmonopol bei der Abfuhr von Siedlungsabfällen sei zu lockern. Die Räte störten sich daran, dass bisher nicht nur die Haushalte, sondern auch Firmen ihren normalen Kehricht zwingend über die Müllabfuhr der Gemeinde entsorgen mussten. Nur den sogenannten betriebsspezifischen Abfall dürfen sie privaten Recyclingfirmen oder Abfallhändlern mitgeben. So muss ein Betrieb seinen Abfall mitunter von zwei verschiedenen Müllabfuhren entsorgen lassen. Das sei weder wirtschaftsfreundlich noch ökologisch, befanden National- und Ständerat.

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