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Blocher: «Ich geniesse den Herbst»

Zwei Tage nach seiner Niederlage in der SVP-Fraktion hat Alt-Bundesrat Christoph Blocher in der Internetsendung «Teleblocher» seine Sicht der Dinge dargelegt.

Es sei nicht darum gegangen, ihn bereits als möglichen Nachfolger von Bundesrat Samuel Schmid zu nominieren, sagte Blocher. Die Parteileitung habe nur festhalten wollen, dass er im Falle eines Schmid-Rücktritts der geeignetste Kandidat wäre, um die Linie der SVP im Bundesrat zu vertreten und im VBS für Ordnung zu sorgen – im Wissen darum, dass er wahrscheinlich nicht gewählt würde. Die Fraktion habe nun lediglich entschieden, mit der Nennung von Namen noch zuzuwarten.

Blocher räumte aber ein, dass es «im Untergrund» auch Widerstand gegen ihn gegeben habe. Er führte dies darauf zurück, dass er die Fraktionsmitglieder im Laufe der Zeit immer wieder angetrieben und gedrängt habe, ihre Eigeninteressen zurückzustellen. «Da gibt es Verletzungen.» Zudem verfolge vor Bundesratswahlen «jeder, der selber will, eine eigene Strategie» – genauso wie jene, die Königsmacher sein wollten.

Er könne mit dem Ergebnis der Fraktionssitzung leben, sagte Blocher. Nur die Journalisten glaubten, er sei «geschlagen am Boden». Es gehe ihm aber sehr gut: «Ich geniesse den Herbst.»

Die Frage, ob er für den Bundesrat kandidieren würde, liess Christoph Blocher, der bis Ende Monat in den USA weilt, weiterhin offen: «Diese Frage kann ich erst entscheiden, wenn sie kommt.» Er könne auch «nicht auf etwas verzichten, das nicht da ist». (cl)

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