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Billigstrom erschwert die Energiewende

So billig wie in diesem Sommer war der Strom in Europa noch nie. Ein Ende der Preisbaisse ist nicht absehbar. Das hemmt die für den Atomausstieg nötigen Investitionen und führt zu mehr Stromimporten.

Deutschland verbrennt wieder mehr Braunkohle: Kühltürme des Kohlekraftwerks Jänschwalde (Brandenburg).
Deutschland verbrennt wieder mehr Braunkohle: Kühltürme des Kohlekraftwerks Jänschwalde (Brandenburg).
Bloomberg

Damit haben viele Politiker nicht gerechnet. Als sie 2011 den Atomausstieg beschlossen, waren die Strompreise in Europa deutlich höher als heute. Nun verändert der Preiszerfall die Ausgangslage für die Schweizer Energiewende.

Wenn der Bundesrat demnächst seine Energiestrategie 2050 ans Parlament verabschiedet, wird er erneut darlegen, dass es grosse Investitionen in die Schweizer Kraftwerke brauche, um den sukzessive wegfallenden Atomstrom zu ersetzen. Neben neuen erneuerbaren Energien sollen zusätzliche Wasserkraftwerke und ein halbes Dutzend Gaskombikraftwerke die Versorgungssicherheit gewährleisten. Doch ob die Stromkonzerne im nötigen Umfang investieren werden, ist angesichts der tiefen Preise zweifelhaft geworden.

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