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«Bessere Überwachung in Schweizer Gefängnissen»

Viele Jihadisten seien im Strafvollzug radikalisiert worden, sagt der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet. Diese Schwachstelle in der Terrorabwehr will er beseitigen.

«Ich muss wissen, wie gefährlich entlassene Häftlinge sind»: Pierre Maudet an einer Medienkonferenz in Genf. (5. September 2015)
«Ich muss wissen, wie gefährlich entlassene Häftlinge sind»: Pierre Maudet an einer Medienkonferenz in Genf. (5. September 2015)
Salvatore Di Nolfi, Keystone

Die Schweiz habe in der Terrorbekämpfung eine Schwachstelle übersehen, sagt der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet. «Viele Jihad-Reisende wurden in Gefangenschaft radikalisiert, ohne dass die Behörden davon erfahren haben», sagt der FDP-Politiker «Schweiz am Sonntag».

«Wir brauchen eine bessere Überwachung in den Gefängnissen.» Einerseits sollen Kameras Verhalten und Gespräche der Insassen festhalten, andererseits müsse das Personal besser geschult werden. «Es soll frühzeitig erkennen, wenn andere Häftlinge radikalisiert werden.» Zudem erhofft sich Maudet weitere Informationen, mit welchen Methoden Jihadisten neue Anhänger gewinnen.

Zu wenig Informationen

Der FDP-Politiker will deshalb in der nächsten Sitzung der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren seine Forderungen einbringen. Wenn Jihad-Reisende nach einigen Monaten aus der Haft entlassen werden, weil ihnen keine Straftat nachgewiesen werden konnte, erhalte er zu wenig Informationen. «Ich muss wissen, wie gefährlich die entlassenen Häftlinge sind, schliesslich bin ich für die Sicherheit zuständig.»

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