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Bei den Türken ist die Schweiz nicht mehr so beliebt

Die Schweiz hat im Ausland nach wie vor ein gutes Image. Zu diesem Schluss kommt ein jährliches Nationen-Rating. Die Deutschen sind dabei den Schweizern um Längen voraus.

Die Werte der Schweiz sind in der Türkei gesunken: Auto mit den beiden Staatsflagen beim Besuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül im November in der Schweiz.
Die Werte der Schweiz sind in der Türkei gesunken: Auto mit den beiden Staatsflagen beim Besuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül im November in der Schweiz.
Keystone

Die Schweiz ist das achtbeliebteste Land der Welt. Dies belegt der jährlich durchgeführte Vergleich der Stärke und Attraktivität unter 50 Ländern im Nation Brands Index 2010. Damit verteidigt die Schweiz den Rang vom Vorjahr.

Nach einem Jahr, in dem die Schweiz häufig im internationalen Scheinwerferlicht gestanden habe, sei dies «ein ausgezeichnetes Ergebnis», schreibt das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in einer Mitteilung. Das Land besitze damit «eines der stärksten Images der Welt».

Image ist bei den Ägyptern geschwunden

Allerdings hat sich dieses in einigen Punkten leicht verschlechtert: besonders in der Türkei und in Ägypten, und zwar was den Aspekt «Bevölkerung» betrifft. In dieser Dimension hat die Schweiz am meisten eingebüsst. Sie verlor vier Ränge und steht nun auf Rang 8.

Besonders abgerutscht ist die Schweiz hierin in der Türkei (-22). Aber auch Ägypten, Frankreich, Südkorea, Polen, Schweden und Deutschland beurteilen die Schweiz in dieser Dimension deutlich schlechter. Am schlechtesten schneidet die Schweiz seit je ab, was das Kriterium Kultur betrifft. Dort befindet sie sich auch 2010 auf Platz 20.

Als grösste Stärken der Schweiz werden 2010 wiederum das Engagement für die Umwelt sowie die ausgezeichnete Lebensqualität betrachtet. Ebenfalls Bestnoten erhält die Schweiz für die Respektierung der politischen Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger, verlor ihren ersten Rang diesbezüglich aber an Kanada.

Je weiter weg, desto angesehener

Wie in früheren Jahren schneidet die Schweiz in fernen Ländern besser ab als in Europa. Die Ausnahme bildet allerdings erneut Deutschland. Dort erzielte die Schweiz mit dem Rang 2 ihre bestes Resultat, ihr schlechtestes in der Türkei mit dem Rang 12.

Der Nation Brands Index (NBI) bewertet Länder nach den sechs Kriterien Regierungsführung, Investitionen und Immigration, Exporte, Tourismus, Kultur und Kulturerbe. Erhoben wird der Index vom in New York angesiedelten Konsumentenforschungsinstitut GfK Roper Public Affairs & Corporate Communications und der Image-Forschungsfirma Simon Anholt, die wiederum die britische Regierung berät.

Beliebtes Deutschland

Erstaunen dürfte in der Schweiz, wie beliebt das nördliche Nachbarland weltweit ist - es rangiert auf Platz 2. Schliesslich wird die Liebe der Deutschen zur Schweiz statistisch gesehen nicht erwidert.

Den ersten Platz in der gesamten NBI-Rangliste halten erneut die USA, auf den dritten Platz ist Frankreich gerutscht. Auf Rang 4 platziert ist Grossbritannien, gefolgt von Japan, Kanada und Italien. Australien steht an 9. und Schweden an 10. Stelle.

SDA/miw

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