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BDP-Präsident Hans Grunder tritt zurück

Überraschender Führungswechsel an der Spitze der BDP: Hans Grunder tritt gemäss der «SonntagsZeitung» als Präsident zurück. Bereits wird ein Nachfolger gehandelt.

Lächeln eines Siegers: Hans Grunder führte die BDP in drei Jahren zum Erfolg.
Lächeln eines Siegers: Hans Grunder führte die BDP in drei Jahren zum Erfolg.

Er hat die Geschicke der BDP seit deren Gründung im Jahr 2008 geleitet, nun gibt er sein Amt ab: Der Berner Hans Grunder tritt auf Anfang Mai als Präsident der jungen Partei zurück, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Dies hat er vergangene Woche überraschend dem Parteivorstand mitgeteilt.

«Die Partei ist gewachsen. Die Leitung muss jetzt breiter abgestützt werden», begründet Grunder, der 2007 noch als SVP-Vertreter in den Nationalrat gewählt worden war, seinen Schritt gegenüber der «SonntagsZeitung».

Grunder verhandelte zurückhaltend

«Ich trete ab mit einer Bilanz, die sich sehen lässt», sagte Grunder gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Bei der Gründung der BDP vor dreieinhalb Jahren habe er nicht gedacht, dass die Partei so weit kommen würde. «Weil ich mich mit viel Herzblut engagiert habe, wird der Rücktritt auch mit Wehmut verbunden sein.»

Unter der Führung Grunders entwickelte sich die BDP, die aus einer Abspaltung von der SVP hervorgegangen war, zu einer Partei respektabler Grösse: Bei den ersten nationalen Wahlen seit ihrer Gründung erreichte sie im Oktober 2011 5,4 Prozent Wähleranteil.

Mit ihrem Wahlerfolg trug sie – zusammen mit der GLP – zu einer Transformation der politischen Mitte bei. Entsprechend gefragt war die BDP in der Folge bei den etablierten Parteien als Allianzpartnerin; Grunder zeigte sich jedoch bei den Verhandlungen zurückhaltend –und selbstbewusst: Er wollte die BDP als eigenständige Kraft etablieren.

Nachfolge wird im Mai geregelt

Im vergangenen Dezember konnte er schliesslich den nächsten Erfolg feiern: BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf wurde wiedergewählt. Noch Ende Januar hob der scheidende Präsident daher in seiner Rede an der Delegiertenversammlung hervor, die BDP habe sich als Bundesratspartei etablieren können – er freue sich nun auf die Zusammenarbeit mit den anderen Parteien. Eine Aussage, die nicht auf einen baldigen Rücktritt schliessen liess.

Interessierte am Amt des Parteipräsidenten können sich bis Ende März melden. Die Delegierten werden die Nachfolge Grunders am 5. Mai in Glarus regeln. Die Geschäftsleitung berief Hans Grunder, Fraktionspräsident Hansjörg Hassler und den Berner Alt-Nationalrat Albrecht Rychen in die Findungskommission.

Bereits Interesse bekundet hat BDP-Nationalrat Martin Landolt. Der Glarner sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass er sich eine Kandidatur intensiv überlegen würde. Das Parteipräsidium sei ein sehr interessantes Amt. Bestandteil der Überlegungen werde sein, inwieweit sich das Amt mit seiner Arbeit als Politberater innerhalb der Grossbank UBS vereinbaren liesse.

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