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Ausschaffungen: Flüchtlingshilfe unerwünscht

Der Bund sucht Beobachter bei Ausschaffungen. Die Flüchtlingshilfe möchte den Job. Doch das Bundesamt für Migration verhindert ihr Mitwirken.

Abgeblitzt: Bei Ausschaffungen wie dieser will der Bund zwar Beobachter - aber nicht die Flüchtlingshilfe.
Abgeblitzt: Bei Ausschaffungen wie dieser will der Bund zwar Beobachter - aber nicht die Flüchtlingshilfe.
Keystone

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe bewirbt sich um ein für sie äusserst heikles Mandat. Sie will ab kommendem Jahr die neue unabhängige Stelle sein, die vor Ort zum Rechten schaut, wenn der Bund ausgewiesene Ausländer mit Sonderflügen zwangsweise in ihre Heimat zurückschafft.

Seit ein Nigerianer im letzten Frühling starb, sind Zwangsausschaffungen noch schwieriger geworden. Beat Meiner, Generalsekretär der Flüchtlingshilfe, ist sich der Brisanz der Beobachterfunktion durchaus bewusst: «Wenn wir als Flüchtlingshilfe diese Aufgabe übernähmen, hätten wir keine Garantie, dass in Zukunft nichts mehr passiert. Es hiesse dann: Mitgegangen, mitgehangen.» Sowohl das Schweizerische Rote Kreuz wie auch Amnesty International haben denn auch kein Interesse bekundet, die Rolle der Überwacher bei Ausschaffungen zu spielen.

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