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Auslieferung von Fifa-Funktionär Julio Rocha bewilligt

Der ehemalige Fifa-Funktionär Julio Rocha kann an die USA ausgeliefert und von dort nach Nicaragua weitergebracht werden.

Wird ausgeliefert: Der ehemalige Präsident des Fussballverbandes von Nicaragua, Julio Rocha. (9. Dezember 2005)
Wird ausgeliefert: Der ehemalige Präsident des Fussballverbandes von Nicaragua, Julio Rocha. (9. Dezember 2005)
EPA/Alejandro Ernesto

Das Bundesamt für Justiz (BJ) hat die Auslieferung von Fifa-Funktionär Julio Rocha bewilligt. Rocha ist ehemaliger Präsident des Fussballverbandes von Nicaragua und ehemaliger FIFA-Funktionär. Aufgrund eines Verhaftsersuchens seitens der USA war er am 27. Mai 2015 zusammen mit sechs weiteren FIFA-Funktionären in Zürich festgenommen und in Auslieferungshaft gesetzt worden.

Der Auslieferungsentscheid des BJ ist gemäss Mitteilung noch nicht rechtskräftig. Innert 30 Tagen kann Rocha beim Bundesstrafgericht Beschwerde dagegen erheben. Dies müsste er innert fünf Tagen beim BJ anmelden.

Am 1. Juli 2015 ging ein Ersuchen der USA um Auslieferung Rochas ein. Es stützte sich auf einen Haftbefehl der zuständigen Staatsanwaltschaft von New York. Am 10. August folgte ein Auslieferungsersuchen aus Nicaragua.

150'000 Dollar Bestechungsgelder

Die Behörden der USA und Nicaraguas wollen Rochas wegen weitgehend gleicher Straftaten habhaft werden. Anlässlich der nicaraguanischen Qualifikationsspiele für die WM 2018 soll er beim Verkauf von Marketingrechten an eine US-Sportvermarktungsfirma 150'000 US-Dollar Bestechungsgelder für sich und einen anderen Fussballfunktionär verlangt und angenommen haben.

Rocha stimmte dem Auslieferungsersuchen aus seinem Heimatland zu. Dass er jetzt zuerst an die USA ausgeliefert und von dort nach Nicaragua überstellt wird, begründet das BJ gemäss Mitteilung damit, dass die US-Behörden «ein langjähriges und umfangreiches Strafverfahren gegen zahlreiche Personen führen».

Diese seien bereits in den USA beziehungsweise sollten ausgeliefert werden. Auch die meisten Beweismittel und Zeugen seien in den USA, schreibt das BJ. Das Verfahren der nicaraguanischen Behörden dagegen sei erst aufgrund einer Anzeige vom 10. Juni 2015 eingeleitet worden und richte sich nur gegen eine einzelne Person.

SDA/slw

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