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Armeechef weist alle Vorwürfe zurück

Wegen einer fatalen Datenpanne weiss die Armee nicht mit Sicherheit, was aus den Dienstwaffen von 27'000 Ex-Soldaten wurde. Jetzt hat sich Armeechef Blattmann vor den Medien gerechtfertigt.

ami
Wehrt sich gegen den Vorwurf des «Laisser-Faire»: Armeechef Blattmann vor den Medien.
Wehrt sich gegen den Vorwurf des «Laisser-Faire»: Armeechef Blattmann vor den Medien.
Keystone

Armeechef André Blattmann weist die Vorwürfe zurück, dass die Armee die Kontrolle über die ausgegebenen Armeewaffen teilweise verloren hat. Er verwahre sich gegen den Vorwurf des «laissez-faire», der in den Medien erhoben worden sei, sagte Korpskommandant Blattmann vor den Medien.

Er verwahre sich auch in aller Form gegen die gemachten Unterstellungen, dass Exponenten der Armee und des Verteidigungsdepartements im Vorfeld der Abstimmung über die Initiative «Für den Schutz vor Waffengewalt» gelogen hätten.

Fakt sei vielmehr, dass die Armee alles unternehme, um Missbräuche zu verhindern, sagte Blattmann weiter und zählte alle Massnahmen auf, die seit 2007 getroffenen wurden, nachdem ein 21-jähriger Soldat in Zürich-Höngg mit seinem Armee-Sturmgewehr ein ihm unbekanntes 16-jähriges Mädchen erschossen hatte.

Daten «nicht verloren»

In Bezug auf 27'000 Dossiers von ehemaligen Armeeangehörigen, die gemäss Berichten von Sonntagsmedien verloren gegangen sind, erklärte Blattmann, dass die Daten «nicht verloren» seien sondern «nicht vollständig». Entstanden seien diese Lücken bei der Migration der Angaben von den 26 Kantonen zum Bund.

Das Zitat eines VBS-Sprechers aus den Sonntagsmedien, wonach die Daten verloren gegangen seien, sei nicht autorisiert worden. Es handle sich bei dem Zitat um einen falschen Zusammenzug eines längeren Gesprächs, sagte Blattmann.

Die «SonntagsZeitung» widerprach heute den Angaben der VBS- Verantwortlichen. Zur Rückforderung der 27'000 Dienstbüchlein habe VBS-Sprecher Walter Frik am Samstag das folgende Quote abgesegnet: «Die Armee hat von 247'000 Datensätzen ehemaliger Soldaten, welche zurück bis ins Jahr 2006 überprüft wurden, 27000 Datensätze zur Rücknahme der persönlichen Ausrüstung verloren.»

Letzte Woche bereits hat die Armee über 733 nicht zurückgegebene Waffen informiert, die sie noch einziehen muss – die verlorenen Daten hat sie bei dieser Gelegenheit aber verschwiegen.

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