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Anzahl Asylgesuche seit Sommer steigend

Immer mehr Menschen aus Afrika versuchen, über Süditalien nach Europa gelangen. Auch die Schweiz verzeichnet eine Zunahme an Asylgesuchen.

Das führe in der Schweiz aber zu keiner Krisensituation, sagte Eduard Gnesa, Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM).

Es stimme zwar, dass es im Moment Engpässe bei der Unterbringung in einzelnen Kantonen gebe. «Es gibt aber keine Krisensituation», sagte Gnesa am Freitag im «Tagesgespräch» von Radio DRS. Es gebe Notbetten in den Empfangsstellen. Zudem werde der Bund Notschlafstellen eröffnen, «um den Kantonen den Druck wegzunehmen».

Gerade im italienischen Lampedusa sei die Situation zurzeit «dramatisch», sagte Gnesa weiter. Es kämen täglich 1000 Schiffsmigranten nach Lampedusa. Das dortige Zentrum habe jedoch nur Platz für einmal 1000 Menschen.

Mehr Asylgesuche

Die Flüchtlinge würden daher sofort nach deren Ankunft auf das Festland transportiert. In sieben von neun Zielländern der EU, und auch in der Schweiz, sei momentan «ein ziemlicher Anstieg» der Zahl der Flüchtlinge zu verzeichnen. Diese kämen meist via Lampedusa oder über Griechenland.

«Es ist ganz klar, dass der Anstieg der Zahl von Eritreern, Somaliern und Nigerianern seit Juni auf die Migrationsströme von Lampedusa zurückzuführen sind», sagte Gnesa. Im Moment stammten 50 Prozent der Flüchtlinge aus Subsahara-Ländern.

Im August hat das BFM 1600 Asylgesuche erhalten; das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, wie Gnesa weiter sagte. Trotzdem rechnet er für dieses Jahr nur mit 13'000 Gesuchen. In den vergangen acht Jahren gab es im Schnitt 17'500 Gesuche.

Neue Gesetze «erfolgreich»

Die neue Gesetzgebung im Asyl- und Ausländerrecht habe sich gelohnt, sagte Gnesa weiter. «Wir haben heute mehr Leute, die ausreisen. Auch der Sozialhilfestopp ist erfolgreich.»

SDA/mbr

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