Romands demonstrieren gegen Abtreibungsinitiative

Rund 1500 Menschen haben in Genf und Lausanne gegen die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» demonstriert. Frauenorganisationen und Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen.

Um die 1000 Gegner des Volksbegehrens: Protestierende in Lausanne. (18. Januar 2014)

Um die 1000 Gegner des Volksbegehrens: Protestierende in Lausanne. (18. Januar 2014)

(Bild: Keystone)

Rund 1500 Personen sind in Lausanne und Genf mit der Forderung auf die Strasse gegangen, dass die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche auch künftig von den Krankenkassen bezahlt werden sollen. Die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» kommt am 9. Februar zur Abstimmung.

Die Initiative aus religiös-konservativen Kreisen strebe einen gesellschaftlichen Rückschritt an, der zulasten der Frauen gehe, skandierten die Teilnehmenden. Die Initianten fordern, dass Abtreibungen ausser weniger Ausnahmen nicht mehr durch die obligatorische Krankenkasse bezahlt werden.

In Lausanne versammelten sich um die 1000 Gegner des Volksbegehrens. Angeführt wurde der Demonstrationszug von einer Gruppe von Frauen. Diese hielten ein Spruchband hoch mit den Worten «Finger weg vom Recht auf Abtreibung».

Einige weitere Protestaktionen

In Genf kamen gegen 500 Demonstranten zusammen. Sie waren rot gekleidet und trugen Kleiderbügel und Stricknadeln mit sich. «Nein zur Rückkehr zu Stricknadel-Abtreibungen», war auf einigen Banderolen zu lesen, oder «Nein zur Rückkehr der Engelmacherinnen».

Organisiert wurden die Kundgebungen von Fachgruppen, die sich für kostenlose und frei zugängliche Abtreibungen einsetzen, sowie von Frauenorganisationen, Gewerkschaften und politischen Parteien. In anderen Westschweizer Städten wie Neuenburg, Delsberg und La Chaux-de-Fonds wurden weitere Protestaktionen durchgeführt - etwa Flashmobs.

ajk/sda

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