Nur zwei Politiker erzielten ein schlechteres Resultat

Die Wahl zum Bundespräsidenten fällt für Ueli Maurer glanzlos aus. In den letzten Jahrzehnten schnitten nur zwei Politiker schlechter ab.

Kein Glanzresultat: Verteidigungsminister Ueli Maurer.

Kein Glanzresultat: Verteidigungsminister Ueli Maurer.

(Bild: Keystone)

Bei der Wahl ins Bundespräsidium hat die Bundesversammlung den Zürcher SVP-Politiker Ueli Maurer regelrecht abgestraft. Mit 148 von 202 gültigen Stimmen machte er das drittschlechteste Resultat der letzten Jahrzehnte. Das schlechteste Ergebnis seit Einführung des Proporzwahlsystems im Jahr 1919 hatte Micheline Calmy-Rey (SP) bei ihrer Wahl zur Bundespräsidentin 2011 erzielt. Sie kam lediglich auf 106 Stimmen. Schon bei ihrer ersten Wahl ins Präsidium vier Jahre zuvor war sie nur auf 147 Stimmen gekommen. 148 Stimmen – wie Maurer – erhielt bei der Wahl 1967 Willy Spühler (SP), dies allerdings bei einem absoluten Mehr von 88 Stimmen.

Vor Calmy-Rey hatte Edmund Schulthess (FDP) den Negativrekord gehalten. Er wurde mit 136 Stimmen zum Bundespräsidenten für 1921 bestimmt. Das absolute Mehr lag bei 83 Stimmen. Marcel Pilet-Golaz (FDP) kam bei seiner ersten Wahl zum Bundespräsidenten im Jahr 1933 auf 137 Stimmen, bei einem absoluten Mehr von 77 Stimmen.

Spitzenresultate für Delamuraz

Calmy-Rey war nicht die einzige Präsidentin, die in den letzten Jahren ein schlechtes Resultat eingefahren hatte. Doris Leuthard (CVP) erhielt 2009 158 Stimmen. Glanzlos gewählt wurden in den vergangenen Jahren auch Moritz Leuenberger (SP) und Ruth Dreifuss (SP).

Spitzenresultate mit über 200 Stimmen erzielten dagegen Jean-Pascal Delamuraz (FDP), Hans Hürlimann (CVP) sowie Willi Ritschard (SP) und Hans-Peter Tschudi (SP).

kpn/sda

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