Kanton Genf blitzt in Bern wegen Lohngleichheit ab

Die Ständeratskommission hat sich gegen weitere Massnahmen für Lohngleichheit ausgesprochen.

Gleichstellung: Die Ständeratskommission will es punkto Lohn bei den bisherigen Massnahmen belassen. (Archiv)

Gleichstellung: Die Ständeratskommission will es punkto Lohn bei den bisherigen Massnahmen belassen. (Archiv)

(Bild: Keystone Gaetan Bally)

Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden müssen künftig prüfen, ob sie Männern und Frauen gleich viel zahlen. Dabei will es die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates vorerst belassen. Sie lehnt eine Standesinitiative des Kantons Genf ab.

Diese verlangt weiter gehende Massnahmen: Die Kantone sollen das Recht haben, die Einhaltung der Lohngleichheit selber zu prüfen. Zudem sollen sie die Lohngleichheit zusammen mit den Sozialpartnern aktiv umsetzen können. Die Ständeratskommission hat sich geschlossen dagegen ausgesprochen, wie es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Dienstag heisst.

Es bestehe kein gesetzgeberischer Handlungsbedarf: Zum einen verfügten die Kantone bereits heute über einen gewissen Handlungsspielraum. Zum anderen hätten die Räte in der Wintersession die Pflicht zur Durchführung einer Lohngleichheitsanalyse beschlossen. Damit sei das Hauptanliegen der Standesinitiative erfüllt, heisst es in der Mitteilung.

fal/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt