Griechenland feilscht mit der Schweiz um Schwarzgeldmillionen

Der Schweizer Staatssekretär Jacques de Watteville traf in Athen auf die neue griechische Regierung. Anscheinend einigte man sich, den Datentransfer zu verstärken.

Kümmern sich nun um das Schwarzgeld in der Schweiz: Griechenlands Präsident Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis. (Archivbild)

Kümmern sich nun um das Schwarzgeld in der Schweiz: Griechenlands Präsident Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Die linksgerichtete griechische Regierung hat erstmals seit ihrem Amtsantritt mit der Schweiz über unversteuertes griechisches Geld auf Schweizer Bankkonten gesprochen. Das verlautete am Donnerstag aus übereinstimmenden Quellen. Die Gespräche fanden demnach während des Besuchs des Schweizer Staatssekretärs für internationale Finanzangelegenheiten, Jacques de Watteville, in Athen statt.

Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, die Massnahmen zum gegenseitigen Austausch sowie den Datentransfer zu verstärken, hiess es aus griechischen Regierungskreisen. Ein weiteres Treffen sei für Ende April geplant. Laut der Schweizer Behörde für Finanzen wurde auch die Vorbereitung des automatischen Informationsaustauschs diskutiert, der in den Jahren 2017/2018 eingeführt werden soll.

Der baz.ch/Newsnet hatte in der Vergangenheit berichtet, dass griechische Bürger insgesamt 1,5 Milliarden Franken auf Schweizer Bankkonten horteten. Ein Teil dieser Gelder ist demnach unversteuert. In den vergangenen Tagen war in Schweizer Medien darüber spekuliert worden, warum sich das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland bislang nicht um die Schwarzgeldmillionen in der Schweiz gekümmert hatte.

chk/AFP

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