Für den Mann nach Bern

Die Interessengemeinschaft Antifeminismus (Igaf) will zu den Wahlen im Herbst mit eigenen Listen antreten. Die Antifeministen wollen sich auf nationaler Ebene gegen die Diskriminierung der Männer einsetzen.

Will Männeranliegen in die Politik einbringen: Der ehemalige Luzerner SVP-Kantonsrat René Kuhn.

Will Männeranliegen in die Politik einbringen: Der ehemalige Luzerner SVP-Kantonsrat René Kuhn.

(Bild: Keystone)

Der Wahlkampfausschuss werde mit den «zahlreich interessierten Kandidaten» Gespräche führen und entscheiden, in welchen Kantonen eine Liste eingereicht werde, teilte die Igaf heute mit. Gesetzt sei bis jetzt der Kanton Zürich.

Männeranliegen müssten in die Politik eingebracht werden, begründet die IG ihren Entscheid. Niemand sonst stelle sich gegen den Feminismus. Die etablierten Parteien hätten noch nicht bemerkt, dass «ein grosser Teil der Frauen unter dem Feminismus leidet», heisst es in der Mitteilung weiter.

«Zerlumpte Vogelscheuchen»

Die Interessengemeinschaft Antifeminismus wurde im April 2010 vom ehemaligen Luzerner SVP-Grossrat René Kuhn gegründet und hat gegen 4000 Mitglieder. Kuhn sorgte als Gegner der Frauenbewegung immer wieder für Schlagzeilen. So bezeichnete er Feministinnen etwa als zerlumpte Vogelscheuchen und als Gruselkabinett.

pbe/sda

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