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Elternzeit — die Debatte hat erst begonnen

Väter bekommen künftig zwei Wochen bezahlten Urlaub nach der Geburt ihres Kindes. Mehrere Initianten fordern bereits ein Vielfaches davon.

Mütter haben seit 13 Jahren einen bezahlten Mutterschaftsurlaub, Väter sollen nun auch einen bekommen. Foto: Keystone

Mütter haben seit 13 Jahren einen bezahlten Mutterschaftsurlaub, Väter sollen nun auch einen bekommen. Foto: Keystone

Claudia Blumer@claudia_blumer

Es war tatsächlich ein historischer Moment, wie SP-Nationalrat Adrian Wüthrich am Mittwoch im Nationalrat sagte. Und er selber hatte einigen Anteil daran beziehungsweise die von ihm präsidierte Travailsuisse. Die Volksinitiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub, die Travailsuisse und 160 Partnerorganisationen lanciert hatten, mündete gestern in die Verankerung eines Vaterschaftsurlaubs von zwei Wochen. Nachdem der Ständerat im Juni dem indirekten Gegenvorschlag zugestimmt hatte, tat dies gestern auch der Nationalrat. Das Erwerbsersatzgesetz, das auch Lohnausfälle bei Militärdienst und seit 2005 bei Mutterschaft regelt, wird um einen Passus ergänzt: Väter haben, ab der Geburt ihres Kindes, Anspruch auf zwei Wochen Betreuungszeit bei 80 Prozent ihres Lohnes, höchstens 196 Franken pro Arbeitstag. Wenn sie den Urlaub innert sechs Monaten nicht beziehen, verfällt er.

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