Bauern werden Obst und Gemüse nicht los

Schweizer Bauern beklagen sich über absurde Normen bei grossen Detailhändlern. Viele Produkte würden nicht akzeptiert.

«Ünique»: Coop verkauft über dieses Label in einzelnen Läden auch Gemüse, das nicht völlig den Normen entspricht. Bild: Keystone/Gaetan Bally

«Ünique»: Coop verkauft über dieses Label in einzelnen Läden auch Gemüse, das nicht völlig den Normen entspricht. Bild: Keystone/Gaetan Bally

Viele Bauern werden ihre Ernten nicht los, weil Obst und Gemüse nicht den Normen der Detailhändler entspreche. Dies schreibt der «SonntagsBlick». Oftmals seien Äpfel, Kartoffeln und Kürbisse zu gross, zu klein oder herzförmig, statt rund.

Migros, Coop und Co. würden solche Produkte dann nicht mehr akzeptieren. Die Normen seien absurd, klagt ein Landwirt in der Zeitung. Allerdings trauten sich nur wenige Bauern, ihrem Ärger öffentlich Luft zu machen, weil man es sich mit den wichtigsten Abnehmern nicht verscherzen wolle.

Von der Gegenseite hiess es, dass die meisten Konsumenten allerdings eher zu blitzblanken Äpfeln griffen, als zu jenen, die mit einem Schorf bedeckt seien. Zudem seien die Normen gemeinsam von der Branche erarbeitet und getragen worden. Einseitige Vorgaben des Detailhandels gebe es keine.

scl/sda

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