Alte Fliegerabwehrsysteme der Schweizer Armee werden ersetzt

Im Laufe der nächsten Jahre bekommt die Schweiz neue Flugabwehrwaffen. Drei Firmen kämpfen um den Auftrag.

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Die alten Fliegerabwehrsysteme der Schweizer Armee haben ausgedient. Im Laufe der nächsten Jahre soll das Projekt bodengestützte Luftverteidigung 2020 (BODLUV 2020) die am Ende ihres Lebensweges angelangten Systeme ersetzen. Eine entsprechende Vorevaluation wurde Ende 2014 abgeschlossen.

Die heutige bodengestützte Fliegerabwehr der Schweizer Armee besteht aus dem leichten Fliegerabwehrlenkwaffensystemen «Stinger», dem mobilen Fliegerabwehrlenkwaffensystem «Rapier» und dem mittleren Fliegerabwehrkanonensystem «35-mm M Flab».

Zwei verschiedene Systeme

Die Fliegerabwehr schützt nach Angaben des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Objekte, Verkehrs- und Kommunikationswege und andere Infrastruktur sowie die Bevölkerung und Armee in allen Bedrohungslagen vor Angriffen aus der Luft. Sie wird darin von Flugzeugen der Schweizer Luftwaffe unterstützt.

In Zukunft soll das Projekt BODLUV 2020 diese Aufgaben übernehmen. Damit werde die Voraussetzung für eine integrierte Luftverteidigung geschaffen, teilte das VBS mit. BODLUV 2020 besteht aus einem System mit kurzer Reichweite und einem mit mittlerer Reichweite.

Drei Firmen kämpfen um Auftrag

Wer die Herstellung der Systeme übernimmt, ist noch offen. Nach der Vorevaluation bleiben drei Firmen im Rennen: Diehl BGT Defence GmbH & CO aus Deutschland, MBDA UK Ltd aus Grossbritannien sowie das israelische Unternehmen Rafael Advance Defense Systems Ltd. Die Finanzierung ist laut dem VBS bereits mit dem Rüstungsprogramm 2017 vorgesehen.

Gesucht wird nun eine Schweizer Firma, die als Generalunternehmerin tätig sein wird. Sie soll im Auftrag des VBS in den Jahren 2015 und 2016 die Beschaffung vorbereiten. Die Firmen RUAG, Thales Schweiz und Rheinmetall Air Defence erhalten bis Mitte Jahr die Möglichkeit, ihre Offerten einzureichen.

sda

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