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SDA-Belegschaft gibt nicht auf

In den Verhandlungen um den Stellenabbau der SDA, bleiben die Arbeitnehmer beharrlich und setzten den Verwaltungsrat unter Druck.

Ohne die Sistierung ist die Schlichtung eine Farce. Die Belegschaft wird in einer Woche einer Vollversammlung abhalten.
Ohne die Sistierung ist die Schlichtung eine Farce. Die Belegschaft wird in einer Woche einer Vollversammlung abhalten.
Keystone

An der heutigen Pressekonferenz hat die Belegschaft der SDA klargestellt, dass sie weiterhin Verhandlungen erwartet. Angesichts der Verweigerung seitens des Verwaltungsrates begrüsst sie eine Schlichtung, wenn die Kündigungen während der Dauer des Verfahrens sistiert werden. Ohne die Sistierung wäre die Schlichtung eine Farce. Die Belegschaft wird sich in einer Woche zu einer weiteren Vollversammlung treffen. Bis dahin bleibt der Streik sistiert.

Der geplante Abbau macht die dreisprachige mediale Grundversorgung unmöglich, macht eine Diskussion über die zukünftige Ausgestaltung der SDA überflüssig und stellt zahlreiche Personen vor existenzielle Probleme.

Der Verwaltungsrat bläht den Sozialplan künstlich auf Verwaltungsrat Matthias Hagemann sprach in der Presse von einem grosszügigen Sozialplan und davon, dass in den Verhandlungen Zugeständnisse gemacht wurden. In den genannten 2,5 Millionen CHF verstecken sich Kosten, die nicht in einen Sozialplan gehören, die nicht soziale Härten abfedern, sondern die gemäss Gesetz vom Arbeitgeber geschuldet sind. So sind die Kosten durch die Sistierung der Kündigungen während den Verhandlungen veranschlagt - ebenso Kosten durch Kündigungen, die der Verwaltungsrat nicht wie geplant aussprechen konnte, und Kosten zur psychologischen Betreuung der gekündigten Mitarbeitenden.

Zieht man diese Kosten ab, hat der bisher angebotene Sozialplan einen Umfang von 1,9 Millionen CHF und damit den gleichen Umfang wie vor den Verhandlungen. Dabei sind mit den rund 20 Millionen Gewinnreserven genügend Mittel vorhanden, um einen tatsächlich grosszügigen Sozialplan auszugestalten und die Zukunft der SDA zu sichern.

Sistierung der Kündigungen ist die Voraussetzung für eine Schlichtung Die Belegschaft bevorzugt ein Weiterführen der Verhandlungen, da dies der schnellste Weg zu einer Lösung wäre. Die Bereitschaft des Verwaltungsrates ist dafür jedoch nicht vorhanden. Die SDA-Belegschaft geht davon aus, dass der Verwaltungsrat die Kündigungen während der Dauer der Schlichtung sistiert – analog zur Sistierung während der Verhandlungen der letzten Woche. Ansonsten würde das Verfahren zu einer Alibi-Übung verkommen, da die Überprüfung des Abbaus ein zentrales Anliegen der Redaktion ist. Ein Abbau im Sinne des Verwaltungsrates würde eine Diskussion über die Strategie der SDA obsolet machen und verunmöglichte die dreisprachige mediale Grundversorgung.

Als einziger Schlichtungspunkt bliebe einzig die Ausgestaltung des Sozialplans. Ein solches Ungleichgewicht in der Ausgangslage der Schlichtung ist für die Belegschaft inakzeptabel. Die Belegschaft erwartet vom Verwaltungsrat bis zum 28. Februar eine schriftliche Bestätigung, dass die Kündigungen während der Schlichtung sistiert sind.

syndicom/rvr

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