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Migration ist teuer

Wer argumentiert, dass die zu einem grossen Teil bildungsfernen Eritreer innert fünf Jahren in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten, streut dem Volk Sand in die Augen.

Wer auch nur leicht den Blick über den Tellerrand gewagt hat, dem musste bereits 2015 bewusst gewesen sein, dass die Flüchtlingswelle nicht kostenneutral über die Bühne gehen kann.
Wer auch nur leicht den Blick über den Tellerrand gewagt hat, dem musste bereits 2015 bewusst gewesen sein, dass die Flüchtlingswelle nicht kostenneutral über die Bühne gehen kann.
Keystone

Das Erstaunen war für viele leichtgläubige Flüchtlingsromantiker gross, als in den vergangenen Wochen viele Medien darüber berichteten, dass im Asylwesen rund eine Milliarde Mehrkosten auf die Gemeinden und Kantone zurollen wird. Wer auch nur leicht den Blick über den Tellerrand gutmenschlicher Träumereien gewagt hat, dem musste im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle bereits im Jahre 2015 bewusst gewesen sein, dass die Sache nicht kostenneutral über die Bühne gehen kann. Auch haben der Bundesrat und das Staatssekretariat für Migration immer darauf hingewiesen, dass Bundesbeiträge nur während fünf (bei positivem Asylentscheid) und während sieben Jahren (bei vorläufig Aufgenommenen) fliessen werden. Im kommenden Jahr fallen also für diejenigen, welche mit der Flüchtlingswelle in unser Land strömten und einen positiven Asylentscheid erhielten, alle Kosten bei den Gemeinden und den Kantonen an.

Der Basler LDP-Nationalrat und Skos-Präsident Christoph Eymann hat darauf hingewiesen, dass es eine nachhaltige Integration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen in den Arbeitsmarkt brauche, wobei er das Erreichen dieses Ziels als sportlich bezeichnete. So tönt es halt bei gewissen Politikern. In Normalsprache übersetzt dürfte dies wohl bedeuten, dass das Ziel der Arbeitsintegration nie und nimmer zu erreichen ist.

Es braucht dringend einen Paradigmenwechsel hin zur klaren Verweigerung, den hier lebenden Flüchtlingen und Migranten Bargeld in die Hand zu drücken

Wer argumentiert, dass die zu einem grossen Teil bildungsfernen Eritreer mit einer Sozialhilfequote von 90 Prozent innert fünf Jahren in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten, streut dem Volk Sand in die Augen. In dieses Schlamassel passt auch, dass die eritreische Regierung wünscht, dass für jeden geflüchteten Landsmann, welcher freiwillig in sein Heimatland zurückkehrt, mindestens 25000 Franken auf eine landeseigene Entwicklungsbank einbezahlt werden sollten. Dies würde einem Durchlauferhitzer gleich zu einer noch grösseren Flüchtlingsarmada aus Eritrea führen mit dem Ziel, gleich wieder zurückzukehren, damit der eritreische Staat Schweizer Steuergelder abzocken kann.

Es braucht nun dringend einen Paradigmenwechsel hin zur klaren Verweigerung, den hier lebenden Flüchtlingen und Migranten Bargeld in die Hand zu drücken. Wer an Leib und Leben bedroht ist, dem wird es nichts ausmachen, dass der Staat für sämtliche Grundkosten aufkommt und für die Bedürfnisse des täglichen Lebens ein betrugssicheres System eingeführt wird, damit Dienstleister und Verkaufsgeschäfte direkt mit den Sozialbehörden abrechnen können. Wer nur des lieben Geldes wegen in die Schweiz migriert, würde unser Land schnell von der Liste seiner Wunschdestinationen streichen.

Wenn unsere Gemeinden und Kantone künftig das von Bundesbern eingebrockte Migrationsdesaster finanziell alleine stemmen müssen, dürfte der soziale Friede bald zur Disposition stehen. Wenn Schwimmbäder geschlossen werden, weil die Betriebskosten zu hoch sind, Schulhäuser nicht saniert werden können und die Steuern erhöht werden müssen, dann dürften wohl auch diejenigen aus ihrem Traumschlaf erwachen, welche vor ein paar Jahren auf den Bahnhöfen «Refugees welcome»-Plakätchen schwenkten. Ob dann der Turnaround noch klappt, ist fraglich.

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