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Maurer hält Nordkorea-Stipendien für «sinnvoll»

Über 150'000 Franken zahlt der Bund an die Ausbildung von nordkoreanischen Offizieren in der Schweiz. Laut dem Verteidigungsminister «eine unserer besseren Massnahmen».

«Gerade, wenn man Zweifel hat an Nordkorea, dann muss man die einbinden und nicht ausgrenzen»: Ueli Maurer verteidigt die Stipendien für nordkoreanische Offiziere.
«Gerade, wenn man Zweifel hat an Nordkorea, dann muss man die einbinden und nicht ausgrenzen»: Ueli Maurer verteidigt die Stipendien für nordkoreanische Offiziere.
Keystone

Bundesrat Ueli Maurer nimmt heute Abend in der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens Stellung zur Ausbildung von Offizieren aus Nordkorea am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP). Seit 2011 wurden dort acht Offiziere auf Kosten der Schweiz ausgebildet.

Maurer bestätigt das Engagement des Bundes. Die Stipendien für die Kurse am GCSP seien eine «der besseren Massnahmen, die wir machen». «Es macht durchaus Sinn, weil sie dort auf Südkoreaner treffen. Das erweitert den Horizont und verbessert das Verständnis in dieser Region.» Die Schweiz sei als neutrales Land der ideale Gastgeber für solche Kurse. «Gerade, wenn man Zweifel hat an Nordkorea, dann muss man die einbinden und nicht ausgrenzen.»

«Schlecht investiertem Geld»

Unter Schweizer Politikern sind die Stipendien allerdings umstritten. Nationalrat Jacques Neirynck (CVP, VD) spricht von «schlecht investiertem Geld», das von einer «grossen Naivität» zeuge. SVP-Nationalrat Thomas Hurter (SH) glaubt ebenfalls nicht, dass sich dank dieser Kurse «bei irgendwelchen kommunistischen Regimes» ein Sinneswandel herbeiführen lasse.

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