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Juso wollen der Ehe ein Ende setzen

Die Juso-Spitze wird ihren Delegierten bald ein neues Feminismus-Papier vorsetzen. Der Inhalt: Die Abschaffung der Ehe. Kritiker können ob der Idee nur den Kopf schütteln.

«Befreiung der Frau»: Die Juso wollen die Rechte der Ehe für alle Lebensgemeinschaften öffnen.
«Befreiung der Frau»: Die Juso wollen die Rechte der Ehe für alle Lebensgemeinschaften öffnen.
Keystone

Die Jungsozialisten wollen die Frauen befreien. In einem neuen Papier stellen sie die These auf: «Keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus – kein Sozialismus ohne Befreiung der Frau». Um dies tun zu können, gehöre eine altehrwürdige Institution abgeschafft – die Ehe.

«Die Ehe bevorzugt heute ein Lebensmodell. Die Norm ist: ein Mann, eine Frau. Wir wollen aber diese Freiheiten und Rechte für alle, egal welchen Lebensmodells», sagt Juso-Präsident Fabian Molina zur «Schweiz am Sonntag». So auch für (A-)Sexualitäten, Gender-Identitäten und Lebensformen.

Elternschaftsurlaub nach skandinavischem Vorbild

Der Schwyzer SVP-Ständerat Peter Föhn kann dem Vorschlag nicht allzu viel abgewinnen: «Das ist eine bireweiche Idee. Es wäre für unsere Gesellschaft verheerend, würde sie abgeschafft.» Denn: «Die Familie ist Fundament des Staats, die Ehe hält sie zusammen», so der Ständerat.

Molina hält dagegen: «Wir wollen niemandem etwas wegnehmen. Wer heiraten will, soll das auch künftig im privaten Rahmen tun können. Die dazugehörigen Rechte sollen aber allen offen stehen, die ihre Lebensgemeinschaft absichern wollen.»

Die Juso-Delegierten werden am 20. Juni 2015 in Genf über das Papier entscheiden. Zusätzlich enthält es noch weitere Forderungen, wie etwa einen Elternschaftsurlaub nach skandinavischem Modell: Je einen Monat bezahlte Absenz für beide Elternteile. Plus weitere 10 Monate.

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