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«Ich fasse das Ja nicht als antideutsches Votum auf»

Der deutsche Buchautor und Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin sieht die Lage nach dem Ja zur SVP-Initiative entspannt. Die Schweiz dürfe mit viel mehr Selbstbewusstsein auftreten.

Andrea Sommer
«Den Eifer der Schweizer, so viel Vorteilhaftes zu vernachlässigen, um sich der EU anzupassen, habe ich nie recht verstanden», sagt Thilo Sarrazin.
«Den Eifer der Schweizer, so viel Vorteilhaftes zu vernachlässigen, um sich der EU anzupassen, habe ich nie recht verstanden», sagt Thilo Sarrazin.
Keystone

Überrascht Sie das Ja der Schweizer zur Masseneinwanderungsinitiative? Thilo Sarrazin: Eigentlich schon, nachdem sich ja eine breite Koalition aus allen politischen Parteien ausser der SVP, den Verbänden und den Medien gegen die Initiative ausgesprochen hatte.

Wie kommentieren Sie das Ja der Schweizer? Der Kern der Souveränität eines Staates ist die Herrschaft über die eigenen Grenzen. Deshalb war die Personenfreizügigkeit für die Schweiz letztlich der Beitritt zur EU durch die Hintertür. Das sage ich wertfrei. Weil dies in der Schweizer Politik inhaltlich nie diskutiert worden ist, muss das nun nachgeholt werden.

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