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Glarner verzichtet auf Anzeige gegen Studentin

Wegen Verleumdung und übler Nachrede wollte der SVP-Gemeindeammann Andreas Glarner die Studentin Johanna Gündel anklagen. Nun krebst er zurück.

Lädt die Studentin zu einer Aussprache ein: SVP-Nationalrat Andreas Glarner. (2. Dezember 2015)
Lädt die Studentin zu einer Aussprache ein: SVP-Nationalrat Andreas Glarner. (2. Dezember 2015)
Gaetan Bally, Keystone

Der Gemeindeammann von Oberwil-Lieli, SVP-Nationalrat Andreas Glarner, will doch nicht gegen die kritische Studentin Johanna Gündel klagen. Der Gemeinderat sei zu dem Entschluss gekommen, keine Anzeige wegen übler Nachrede oder Verleumdung einzureichen, sagt Glarner zur «Aargauer Zeitung». An einem Gespräch sei man aber durchaus interessiert – deshalb habe die Behörde die Studentin zu ihrer Sitzung am 18. Januar eingeladen.

Vor gut drei Wochen hatte Gündel die Behauptung geäussert, Reiche würden in der Gemeinde Oberwil-Lieli bevorzugt und dass Glarner ihnen die Wünsche von den Augen ablese. Weiter sagte sie, die Behörde würde bei zuverlässigen Steuerzahlern ein Auge zudrücken und es mit den Vorschriften nicht so genau nehmen.

«Etwas weit aus dem Fenster gelehnt»

Auf diese Anschuldigungen reagierte die SVP umgehend und forderte die Studentin in einem offenen Brief dazu auf, ihre Aussagen zurückzunehmen – andernfalls würde er sie anzeigen. Doch kurze Zeit später gab sich Glarner versöhnlicher: «Sie hat sich wohl etwas weit aus dem Fenster gelehnt, das kommt bei jungen Leuten vor.» Man wolle ihr die Möglichkeit geben, «heil aus dieser Sache» wieder herauszukommen.

Gündel liess daraufhin durch ihren Anwalt verlauten, dass sie in mindestens drei Fällen Beweise für ihre Anschuldigungen vorlegen könnte, falls es zu einem Gerichtsverfahren kommen würde.

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