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Die Gelegenheits-Stimmenden entscheiden

Ein Grossteil der Bevölkerung stimmt pro Jahr nur ein- bis zweimal ab. Wer diese Gruppe besser mobilisieren kann, hat bei der Abstimmung über die Zuwanderungsinitiative die Nase vorn.

Mehr Zuwanderer, weniger Lohn? Pendler am HB in Zürich. Januar 2013. ©Giorgia Müller / Bildrecht Tamedia
Mehr Zuwanderer, weniger Lohn? Pendler am HB in Zürich. Januar 2013. ©Giorgia Müller / Bildrecht Tamedia
Giorgia Müller
«Es ist eine ökonomische Binsenwahrheit, dass ein grösseres Angebot, auf den Preis drückt»: Für die SVP ist es nur logisch, dass die Personenfreizügigkeit einen negativen Einfluss auf die Löhne hat.
«Es ist eine ökonomische Binsenwahrheit, dass ein grösseres Angebot, auf den Preis drückt»: Für die SVP ist es nur logisch, dass die Personenfreizügigkeit einen negativen Einfluss auf die Löhne hat.
Peter Klaunzer, Keystone
«Wenn die Immigration unter dem Freizügigkeitsabkommen die Löhne beeinflusst hat, dann positiv»: George Sheldon, Professor für Arbeitsmarkt- und Industrieoekonomie der Universität Basel.
«Wenn die Immigration unter dem Freizügigkeitsabkommen die Löhne beeinflusst hat, dann positiv»: George Sheldon, Professor für Arbeitsmarkt- und Industrieoekonomie der Universität Basel.
Martin Ruetschi, Keystone
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Sie sind jene, die am Ende über Sieg oder Niederlage, über Ja oder Nein zur Zuwanderungsinitiative entscheiden: die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die bloss unregelmässig an die Urne gehen. Wer sie besser mobilisiert, so die Prognosen, wird die Abstimmung vom Wochenende gewinnen. Die Gelegenheitsstimmenden machen über 40 Prozent der Stimmberechtigten aus. Pro Jahr stimmen sie ein- bis zweimal ab: Wenn sie sich persönlich betroffen fühlen wie bei den Vignettenpreisen, wenn eine Vorlage Emotionen weckt wie die Ausländerthematik, wenn es um grosse Fragen wie Europa geht.

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