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Der bewegende Abschied von Doris Leuthard im Video

Der Bundesrätin stockt die Stimme, und sie kämpft mit den Tränen. «Ich hoffe, Sie sind zufrieden mit meiner Arbeit.»

«Wechsel sind immer mit Emotionen verbunden»: Doris Leuthard kämpft mit den Tränen während ihrer Rücktrittserklärung.

Einleitend witzelte Leuthard an der Medienkonferenz über «Gerüchte aus verlässlichen Quellen» über ihren Rücktritt im März und später im Juni. «Doch die einzige verlässliche Quelle ist die betroffene Person», sagte sie. Sie habe schon länger entschieden, Ende Jahr zu gehen: «Nach zwölf Jahren merkt man auch eine gewisse Amtsmüdigkeit.»

Die Arbeit im Bundesrat habe sich in dieser Zeit verändert, sagt Leuthard. «Die Schweiz steht sehr gut da, ist aber zugleich verletzlicher geworden.» Das Umfeld bestimme die Position und auch die Interessen der Schweiz mehr mit. «Alles selber bestimmen und steuern zu können, ist ein Trugschluss.»

Die besten Schnappschüsse aus zwölf Jahren

Doris Leuthard aus Merenschwand AG ist 1999 in den Nationalrat gewählt worden. Die Bildagentur Keystone stellte dazu diese undatierte Aufnahme zur Verfügung.
Doris Leuthard aus Merenschwand AG ist 1999 in den Nationalrat gewählt worden. Die Bildagentur Keystone stellte dazu diese undatierte Aufnahme zur Verfügung.
Keystone
Für Airolos Gemeindepräsident ist die abtretende Verkehrsministerin der Engel vom Gotthard.
Für Airolos Gemeindepräsident ist die abtretende Verkehrsministerin der Engel vom Gotthard.
Keystone
Bundesrat Joseph Deiss, links, wird von der CVP-Präsidentin Doris Leuthard, rechts, zur Delegiertenversammlung gefahren, am Samstag, 29. April 2006, in Chur. Die DV stand ganz im Zeichen des Rücktritts von Bundesrat Joseph Deiss. Die CVP-Delegierten haben im Übrigen die Ja-Parole für die Revisionen von Asyl- und Ausländergesetz beschlossen. Sie hiessen das neue Asylgesetz mit 151 zu 45 Stimmen gut, das Ausländergesetz mit 153 zu 37 Stimmen. (Keystone/Eddy Risch)
Bundesrat Joseph Deiss, links, wird von der CVP-Präsidentin Doris Leuthard, rechts, zur Delegiertenversammlung gefahren, am Samstag, 29. April 2006, in Chur. Die DV stand ganz im Zeichen des Rücktritts von Bundesrat Joseph Deiss. Die CVP-Delegierten haben im Übrigen die Ja-Parole für die Revisionen von Asyl- und Ausländergesetz beschlossen. Sie hiessen das neue Asylgesetz mit 151 zu 45 Stimmen gut, das Ausländergesetz mit 153 zu 37 Stimmen. (Keystone/Eddy Risch)
Keystone
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Als sich Doris Leuthard bei den Schweizerinnen und Schweizern bedankte, stockte ihre Stimme, und sie war den Tränen nahe: «Ich habe diese Arbeit sehr gerne gemacht und hoffe, Sie sind zufrieden mit meiner Arbeit.» Anschliessend sprach sie das Leben nach dem Bundesrat an und die Vorfreude auf eine Zeit, «da ich zum Beispiel nicht mehr jede Woche zweimal den Koffer packen muss», und auf mehr Zeit mit ihrem Mann und mit ihrer Familie. Sichtlich bewegt sagte die Bundesrätin: «Sie sind in den letzten Jahren zu kurz gekommen.»

Auf die Frage, weshalb der Rücktritt vorgezogen wurde, betonte Leuthard, dass dies nichts mit der anstehenden europapolitischen Debatte zu tun habe, sondern mit den Spekulationen dieser Woche. Es sei besser gewesen, nach dem Rücktritt von Johann Schneider-Ammann die Situation zu klären: «Die Journalisten haben schon überall gelauert.» Nicht direkt äusserte sie sich zur Frage nach einer Frau als Nachfolgerin: Es brauche mehr Frauen in der Regierung, doch komme es in erster Linie auf die Qualität der Kandidaten an, sagte sie.

Video – Die komplette Medienkonferenz von Doris Leuthard

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