Ex-Astronaut Nicollier berät Amherd beim Kampfjet-Kauf

Der bisher einzige Schweizer im Weltraum wird die neue VBS-Chefin unterstützen und seine Meinung einbringen.

Viermal im Weltraum: Claude Nicollier bei einem Showevent 2017.

Viermal im Weltraum: Claude Nicollier bei einem Showevent 2017.

(Bild: Keystone)

Der ehemalige Astronaut und Militärpilot Claude Nicollier soll die Beschaffungspläne der Luftwaffe unter die Lupe nehmen. Verteidigungsministerin Viola Amherd hat ihn beauftragt, eine Zweitmeinung zum Expertenbericht «Luftverteidigung der Zukunft» abzugeben.

Gestützt auf diesen Bericht hatte der Bundesrat beschlossen, neue Kampfjets und Boden-Luft-Raketen für insgesamt 8 Milliarden Franken zu kaufen. Der Antrag stammt vom früheren Verteidigungsminister Guy Parmelin. In der Vernehmlassung hatten die Pläne schlecht abgeschnitten.

Bericht liegt bis Ende April vor

Bevor die neue Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) das Beschaffungsprojekt fortführt, lässt sie eine interne Analyse ausarbeiten und zieht eine externe Zweitmeinung bei. Erst dann will sie dem Bundesrat einen konkreten Antrag vorlegen.

Geplant ist das für das erste Halbjahr 2019, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Das VBS kündigte aber bereits an, dass die Arbeiten den Zeitplan verzögern könnten. Nicolliers Bericht soll bis Ende April vorliegen.

Der 74-Jährige ist Astrophysiker, ehemaliger Militär-, Linien- und Testpilot und der bisher einzige Schweizer im Weltraum. Nach einer umfassenden Ausbildung auf der amerikanischen Raumfähre «Spaceshuttle» nahm er zwischen 1992 und 1999 an vier Weltraummissionen teil. Heute ist Nicollier Mitglied des «Swiss Space Center» in Lausanne und Professor an der ETH Lausanne.

nlu/sda

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