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Ausländer gegen grüne Eindringlinge

Immer mehr ausländische Pflanzen bedrohen die hiesige Flora. Weil die Bekämpfung durch Fachleute zu teuer ist, sollen nun Asylsuchende ran an die Giftspritzen.

Drüsiges Springkraut: Die Pflanze soll aus der heimischen Flora wieder verdrängt werden.
Drüsiges Springkraut: Die Pflanze soll aus der heimischen Flora wieder verdrängt werden.

Sie kommen aus dem Ausland und bedrohen den Flur-Frieden in der Schweiz. Sie heissen «Staudenknöterich» oder «drüsiges Springkraut», zusammenfassend Neophyten genannt. Darunter versteht man Pflanzen, die ursprünglich nicht in der Schweiz heimisch waren, sich nun aber in der hiesigen Flora ansiedeln, ausbreiten und Schäden anrichten. Sehr zum Missfallen von Umweltverbänden wie Pro Natura.

Erster Schritt zur Integration

Bislang hatte man versucht, der eindringenden Flut der Neupflanzen mit Zivilschützern Herr zu werden. Doch nun hat der Kanton Aargau eine neue Idee. Asylbewerber sollens richten, das berichtete die «Aargauer Zeitung» in ihrer heutigen Ausgabe (Artikel online nicht verfügbar). Für Fachleute würden die Finanzen einfach nicht reichen, beklagt Pro-Natura-Chef Johannes Jenny. Deshalb überlege man sich nun, auf anderweitige Hilfe zurückzugreifen.

Ausländer gegen «Ausländer» – ob das gut kommt? Mehr noch, die Lösung sei für beide Seiten ideal, sagt Jenny. Schliesslich biete das Programm motivierten Asylbewerbern eine sinnvolle Tätigkeit im Rahmen eines kantonalen Beschäftigungsprogrammes. Vielen Asylbewerbern, denen die Erwerbstätigkeit von Gesetzes wegen untersagt ist, seien solche freiwilligen Programme hochwillkommen. Entsprechend sei mit einem motivierten Einsatz gegen die Neophyten zu rechnen. Und so kann auch der Kanton Aargau der Idee einiges abgewinnen. Man habe immer Interesse an sinnvollen Beschäftigungsprogrammen, gab der Sprecher des Departements für Gesundheit, Balz Bruder, zu Protokoll, als man ihn zum Vorschlag befragte. Und so hat man sich unüblich schnell dazu entschlossen, das Programm anzupacken, entschieden wird nächste Woche. Bereits im Frühling 2013 dürften also Asylbewerber mit dem Kampf gegen ausländische Pflanzen beginnen. Ein idealer erster Schritt zur Integration, so heisst es.

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