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Neue Enthüllungen Die Schweiz war massiv an der Crypto-Abhöraktion der CIA beteiligt

Die CIA beschreibt es als die «grösste Spionageoperation des Jahrhunderts»: Neue Berichte zeigen auf, wie der Schweizer Geheimdienst an der Abhöraktion der Zuger Crypto AG beteiligt war.

Die Chefs des NDB im Zeitablauf (von links): Markus Seiler, Paul Zinniker (ad interim) und Jean-Philippe Gaudin.
Die Chefs des NDB im Zeitablauf (von links): Markus Seiler, Paul Zinniker (ad interim) und Jean-Philippe Gaudin.
Fotos: Keystone

Die Schweiz konnte fast ein Vierteljahrhundert lang über die Verschlüsselungsfirma Crypto AG mit Sitz im zugerischen Steinhausen die geheime Kommunikation unzähliger Staaten und Armeen ausforschen. Zuerst war sie mehr Trittbrettfahrerin, dann Juniorpartnerin der Amerikaner bei jener Aktion, die der US-Auslandsgeheimdienst CIA in einer geleakten Aufarbeitung als «grösste Spionageoperation des Jahrhunderts» beschreibt.

Bundesrat nicht informiert

Das neutrale Land machte bei der fast globalen Ausforschung über die Crypto AG ab den 90er-Jahren bis vor kurzem aktiv mit. Allerdings waren nur wenige Schweizer Geheimdienstler und Kryptologen eingeweiht. Selbst Direktoren des Nachrichtendiensts waren über vieles nicht im Bild. Der Bundesrat und alle Kontrollinstanzen wurden erst recht im Dunkeln gelassen.

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