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Coronaausbrüche an SchulenSchülerin fordert in der Arena Fernunterricht

Die Politiker in der SRF-Sendung waren sich einig, dass die Schulen offen bleiben sollen. Eine 12-jährige Bernerin bot ihnen Paroli.

Aus Sorge um ihre Grosseltern: Primarschülerin Angela möchte wieder Fernunterricht.
Video: SRF/Tamedia

Die Schulen sollen offen bleiben, waren sich die Politikerinnen und Politiker in der Arena-Sendung einig. Albert Rösti (SVP), Ruth Humbel (Mitte), Bastien Girod (Grüne) und Yvonne Feri (SP) sprachen sich trotz der britischen Virus-Mutation für Präsenzunterricht aus.

Eine per Videocall zugeschaltete Primarschülerin aus dem Kanton Bern sah das anders. Wenn sie wählen könnte, würde sie «definitiv» zum Fernunterricht zurückkehren, sagte die 12-jährige Angela den Nationalräten. «Meine Grosseltern wohnen über uns. Es ist mir nicht wohl, dass ich das Virus in der Schule auflesen könnte und es meinen Eltern und Grosseltern etwas machen könnte», sagte sie.

Umstimmen konnte sie die Politiker allerdings nicht. Auch vom Epidemiologen und Mitglied der wissenschaftlichen Taskforce Marcel Tanner erhielt sie keine Rückendeckung: Er riet davon ab, die Schulen zu schliessen.

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99 Kommentare
    gabriela zouggari

    könnte es nicht auch sein, dass die kinder sehr darunter leiden, wegen homeschooling zu hause isoliert zu sein und nicht mehr unter ihren altersgenossen sein zu dürfen? ob sie das haus dann nicht doch verlassen um freunde zu treffen und dann eventuell trotzdem eltern oder grosseltern anstecken könnten? was homeschooling an mehraufwand für die lehrer bedeutet, kann nur jenen wurst sein, die nicht betroffen sind. ist es uninteressant, wie gross der anteil an schülern ist, für welche homeschooling eine überforderung ist? glaubt man wirklich, dass es solchen schülern möglich ist, ihre lerndefizite nachzuholen und gleichzeitig dem unterricht trotz der wissensdefizite weiter folgen zu können?