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Landräte gegen Steuer-StrafzinsenSchluss mit dem «Wucher», Herr Lauber!

Das Baselbiet hat wegen der Corona-Pandemie die Zinsen für säumige Steuerzahler ausgesetzt – nun gehen 19 Millionen Franken verloren. Doch die Zinsen seien grundsätzlich zu hoch, kritisieren Parteien von links bis rechts.

Finanzdirektor Anton Lauber soll das Steuersystem im Baselbiet anpassen.
Finanzdirektor Anton Lauber soll das Steuersystem im Baselbiet anpassen.
Foto: Lucia Hunziker

Anton Lauber, der Herr der Baselbieter Staatskasse, kommt von links bis rechts unter Druck: Er soll mit seiner Art des Steuereintreibens aufhören, so die Forderung. Die Landschäftler müssen ihre Steuern nicht erst im Frühling des Folgejahres bezahlen, sondern bereits im laufenden Jahr bis September. Bürgerliche kritisieren, dass damit die Steuern fällig werden, bevor der Bürger weiss, wie viel er tatsächlich verdient. Und die Linken, etwa SP-Landrat Andreas Bammatter, finden dieses System ungerecht, weil viele die Steuern nicht schon im September, sondern erst mit dem 13. Monatslohn im Dezember bezahlen können. Doch dann werden zusätzlich Verzugszinsen fällig. Diese betragen im Baselbiet sechs Prozent. Das spült Finanzchef Lauber jährlich gegen 19 Millionen Franken in die Staatskasse.

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