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Kommentar zu Corona-MassnahmenSchliesst die Kirchen – auch an Weihnachten!

Der Bundesrat will alle Veranstaltungen mit Publikum verbieten. Nur Gottesdienste sollen weiterhin möglich sein. Das ist nicht akzeptabel.

Soll auch in diesem Jahr möglich sein: Der Weihnachtsgottesdienst, hier ein Gottesdienst im Basler Münster.
Soll auch in diesem Jahr möglich sein: Der Weihnachtsgottesdienst, hier ein Gottesdienst im Basler Münster.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Es kam, wie es angesichts der galoppierenden Fallzahlen kommen musste: Der Bundesrat will alle Veranstaltungen verbieten, in denen gesungen, gejodelt, getanzt oder sonst wie vor Publikum performt wird. Mit einer Ausnahme: Gottesdienste sollen weiterhin stattfinden können. Von einer Ausnahmeregelung für Weihnachten und Neujahr war an der Bundesratskonferenz vom Dienstag die Rede.

Es ist nicht das erste Mal, dass man angesichts der Widersprüchlichkeit und Inkonsequenz der politischen Massnahmen etwas verwundert die Stirn runzelt. Die jüngste Laisser-faire-Haltung des Bundesrats drängt einem fast schon die Idee auf, jetzt eine neue Kirche zu gründen, deren Kult darin besteht, Alkohol und Speisen nach 19 Uhr in Restaurants zu verzehren. Und dass sich von dieser Gastrokirche – bei einer allfälligen Verschärfung der Massnahmen – die Skireligiösen abspalten könnten, deren Kult in der gedrängten Benutzung von Gondeln sowie Après-Ski-Besäufnissen besteht.

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