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SehenswertSalon der jungen Wilden

Anfang des 20. Jahrhunderts schockte die junge Pariser Kunstszene das Bürgertum mit ungezügelten Farbräuschen. Sieben bedeutende Werke aus jener Zeit sind neu und auf Dauer im Kunstmuseum Basel zu sehen.

Kees van Dongen, «Portrait de Dolly» (um 1910).
Kees van Dongen, «Portrait de Dolly» (um 1910).
Bild: Privatsammlung © Pro Litteris

Nein, eine Bestie war keiner dieser Herren. Albert Marquet dekorierte gemeinsam mit seinem Freund Matisse immerhin das Grand Palais für die Pariser Weltausstellung 1900. Maurice de Vlaminck entstammte einer flandrischen Musikerfamilie. André Derain war der Sohn eines ehrenwerten Stadtrats aus dem Speckgürtel von Paris, er nannte eine exzellente Erziehung und einen eleganten Schnurrbart sein Eigen. Gut, er interessierte sich für Afrika und die Anarchisten. Aber ihn deswegen «parmi les fauves», also «unter den Wilden», einzuordnen, konnte nur einem hoffnungslos reaktionären Kunstkritiker einfallen.

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