Zum Hauptinhalt springen

Rotblau weltweitSalahs Hunger, Abrahams Karriereende

Der FC Liverpool gewinnt weiter, obwohl der Meistertitel bereits Tatsache ist. Grossen Anteil daran hat auch Mohamed Salah, als Assistgeber und Torschütze.

Jubel à la Haaland: Für Mohamed Salah könnte es bei den Reds zurzeit nicht besser laufen. 
Jubel à la Haaland: Für Mohamed Salah könnte es bei den Reds zurzeit nicht besser laufen. 
Foto: Keystone

Österreich
Überaus freuen durfte sich Noah Okafor am vergangenen Sonntag. Mit dem FC Red Bull Salzburg, zu dem er im Winter gestossen war, konnte er nach dem Cupsieg Ende Mai auch noch den Meistertitel feiern. Beim 3:0 gegen den TSV Hartberg wurde der 20-Jährige für die letzte halbe Stunde eingewechselt, konnte aber nicht Entscheidendes zum Spiel beitragen. Dennoch scheint der Start bei seinem neuen Verein geglückt, in seinen bisherigen neun Partien weist Okafor eine persönliche Statistik von drei Toren und einem Assist auf. Das ist um einiges besser als in der Hinrunde, die er noch bei Basel spielte, wo er lediglich eine Torvorlage in 14 Ligaeinsätzen aufwies.

England
Auch Mohamed Salah durfte sich mit dem FC Liverpool bereits über den Meistertitel freuen. Diese Euphorie nahm er gleich mit ins Spiel gegen Crystal Palace, wo er mit einem Tor und einer Vorlage glänzte. Die Reds gewannen 4:0 und zeigten wie so oft in dieser Saison, dass der erste Platz für sie mehr als verdient ist. Für Salah war es der 17. Treffer im 27. Meisterschaftsspiel. Dazu verbesserte er sein Assistkonto auf sieben Vorlagen. Noch sind in der Premier League noch sieben Runden zu absolvieren, doch nach dem 0:1 gegen Everton wird es allmählich knapp für Timm Klose und Norwich City. Als Tabellenletzter beträgt der Rückstand auf den 17. Rang sechs Punkte. Dies aufzuholen scheint auf den ersten Blick nicht unmöglich, jedoch warten auf die Mannschaft des 32-jährigen Innenverteidigers, der erst gerade von einer schweren Knieverletzung zurückgekehrt ist, noch Teams wie Arsenal, Chelsea und Manchester City.

Italien 
Brescia, der Tabellenzweitletzte der Serie A, empfing am Samstag den FC Genua im Kampf gegen den Abstieg aus der Serie A. In der Startelf von Brescia war auch Birkir Bjarnason, der beim 2:2 seines Teams die Vorlage zum zwischenzeitlichen 2:0 gab. Für den 32-jährigen Isländer war es seit seiner Rückkehr nach Europa im Januar der erste Skorerpunkt für sein neues Team, mit dem er derzeit acht Punkte Rückstand auf den 17. Rang hat, welcher der Verbleib in der Serie A bedeuten würde. Anteil daran, dass Lazio Rom Leader Juventus dicht auf den Fersen bleibt, hatte Felipe Caicedo. Er holte gegen den AC Florenz in der 67. Spielminute beim Stand von 0:1 einen Elfmeter für sein Team heraus, den sein Mitspieler Ciro Immobile sicher verwandelte und konnte so die Wende einleiten, die zum 2:1-Erfolg für sein Team führte.

Schweden
Tabellenführer und noch ohne Punktverlust nach vier Spieltagen: man könnte meinen, besser könne es für Alexander Fransson beim IFK Norrköping derzeit nicht laufen. Jedoch verpasste der 26-Jährige Captain die ersten drei Spiele, kam aber am Samstag beim 4:2 gegen Östersunds zum ersten mal in dieser Saison wieder zum Einsatz.

Deutschland 
David Abraham kann sich über die Saison mit Eintracht Frankfurt wohl weder freuen, noch sich darüber ärgern. Auch das 3:2 gegen Paderborn nützte den Hessen wenig, die Saison wurde auf Platz neun beendet, ausser Reichweite von dem Abstieg, aber auch ausser Reichweite von den internationalen Rängen. Dennoch verlief die Meisterschaft für Abraham nicht schlecht: Wenn er spielte, war er meist Captain. Der 33-Jährige Argentinier wird den Verein aber in naher Zukunft verlassen. Schon zu Beginn des Jahres gab es bereits erste Gerüchte. Anfangs Juni sagte er aber zu Sky: «Ich habe hier noch Vertrag und durch die schwierigen letzten Wochen aufgrund der Corona-Krise ist es glaube ich das Beste, wenn ich noch hier in Frankfurt bleibe. Zumindest für die nächsten sechs Monate.» Wenn er Frankfurt verlässt, will Abraham nicht zu einem anderen Verein wechseln, sondern seine Fussballschuhe endgültig an den Nagel hängen.