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Altbacken: Saffa-Schnecke«Eigentlich ein uraltes Güezi»

Es gab sie schon einmal: Vor fast hundert Jahren kroch sie über den Bundesplatz in Bern. Jetzt hat Bäcker Patrik Bohnenblust eine neue erschaffen. Sie ist kräftig im Geschmack und auch ein wenig süss.

Die Saffa-Schnecke: Theoretisch älter als das Frauenstimmrecht.
Die Saffa-Schnecke: Theoretisch älter als das Frauenstimmrecht.
Foto: Nicole Philipp

Die Saffa-Schnecke schmeckt süss. Beim ersten Biss. Dann dringt die Frische durch, ja, sie schiesst einem geradezu in den Mund, etwas Keckes, es ist die Säure von Äpfeln, und das zeugt davon, dass wir es hier ganz und gar nicht einem langweiligen, seit Urzeiten bekannten Gebäck zu tun haben.

Der Berner Bäcker Patrik Bohnenblust, der neuerdings auch Brot-Sommelier ist, dazu kommen wir aber später, bestätigt: Die Hefeschnecke «ist eigentlich ein uraltes Güezi». In seiner Bäckerei Bread-à-porter wird nach Rezept seines Vaters gebacken. Also genauso wie 1968, als die Bohnenblusts ihre erste Filiale beim Burgernziel in Bern eröffnen. Das Rezept ist somit älter als das Frauenstimmrecht, das 1971 eingeführt wurde.

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