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Streit zwischen Moskau und BrüsselRussland lässt sich von niemandem etwas vorschreiben

Haben ihre Differenzen nicht verborgen: Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell (links) und der russische Aussenminister Sergei Lawrow (rechts) in Moskau.
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Russland weist drei Diplomaten aus

Verhaftet, geschlagen oder sogar gefoltert: Die Polizei geht mit aller Gewalt gegen Demonstranten in Russland vor.

Wenn Borrell Nawalny im Gefängnis besucht hätte, wäre dies einer Anerkennung der Verurteilung gleichgekommen.

Mehr als 11’000 Menschen festgenommen

88 Kommentare
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    Renato Maeder

    Nawalny freizulassen oder gar den Vergiftungsversuch einzugestehen, wäre für Russland ein unmögliches Zeichen von Schwäche.

    Dennoch ist wichtig, dass wir unsere westliche demokratische Ordnung klar vom autoritären Russland abgrenzen und es entsprechend klarmachen.

    Man erinnere sich an den Kalten Krieg von 1945 bis 1990. Noch in den Achtzigerjahren hätte man niemanden gefunden, der das Ende der totalitären Sowjetunion vorausgesagt hätte. Aber dem ständigen, jahrzehntelangen Druck seitens Westeuropas, der NATO, der USA sowie couragierten bzw. heldenhaften Oppositionellen (man denke dabei an Havel in der Tschechoslowakei und viele andere Dissidenten) konnte jenes Regime schlussendlich nicht widerstehen.

    Das neue Russland ist eine Diktatur, mit dem gleichen Mann seit 20 Jahren an der Spitze, und vor allem auch, weil Recht durch die Politik gesprochen wird.

    Wir haben Tendenz, Politik aus der jeweils gegenwärtigen Perspektive zu betrachten, die Geschichte zu vergessen und uns wenig Gedanken über die Zukunft zu machen.

    Dass dies ein Fehler ist und wohin es führen kann, haben wir anschaulich im letzten Weltkrieg gesehen, wo Europa nur knapp und auch mit Glück dem Schlimmsten entgehen konnte. So ist wichtig, dass in unserem allen Interesse wir autoritäre Regime denunzieren. Schweigen wäre fatal.

    Wie sagte doch ein anderer Dissident, Alexander Solschenizyn: "Lebt nicht mit der Lüge".