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Wintersport und CoronaRun auf Schneeschuhe – Engpässe drohen

Wie verbringen wir die Winterferien? Aufgrund der erschwerten Freizeitbedingungen dürften Outdoor-Aktivitäten besonders gefragt sein.

Schneeschuhwanderer unterwegs im Kanton Graubünden.
Schneeschuhwanderer unterwegs im Kanton Graubünden.
Foto: Keystone

Im Sommer erlebten Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Biken in den Bergen einen Boom. Protagonisten aus Sporthandel und Tourismus glauben nun, dass im bevorstehenden Winter auch das Schneeschuhlaufen viele neue Anhänger finden wird – als idealer Corona-tauglicher Wintersport, auszuüben ohne Restriktionen.

Werner Schunk, Importeur einer bekannten Schneeschuhmarke, ist langjähriger Kenner des Geschäfts. «Während in den Nullerjahren der Absatz stetig stieg, nahm er bis vor einem Jahr wieder ab», bilanziert Schunk. «Aufgrund der speziellen Vorzeichen haben wir für diesen Winter ein Drittel mehr Schneeschuhe geordert.»

Auch Lukas Müller, Verantwortlicher Wintereinkauf beim Outdoor-Spezialisten Transa, erwartet eine steigende Nachfrage für Schneeschuhe. Im Vergleich zum Skitourenlaufen oder zum Langlaufen, so Müller, seien konditionelle Anforderungen und finanzieller Einsatz geringer. «Zudem muss beim Schneeschuhlaufen gar nicht auf den grossen Schnee gewartet werden. Schon eine geringe Unterlage reicht dafür.»

Ein zugeschneiter Wegweiser und ein Schneeschuhwanderer.
Ein zugeschneiter Wegweiser und ein Schneeschuhwanderer.
Foto: Keystone

Laut den Experten lohnt sich der Erwerb eines hochwertigen, fast unverwüstlichen Markenprodukts mit jahrelanger Garantie für Ersatzteile. Zudem haben die beiden führenden Schneeschuhmarken MSR und Tubbs in jüngster Zeit mit neuen Bindungen für mehr Komfort beim Einstieg gesorgt.

Schunk wie Müller raten ausserdem zu einem baldigen Kauf. Nachdem im Sommer und Herbst Wanderschuhe ausverkauft waren, sei jetzt auch bei Schneeschuhen früh in der Saison mit Lieferengpässen zu rechnen.

3 Kommentare
    Adriano

    Nun stürmen sie also wieder. Mitten hinein in die ruhigen Wildschutzzonen, mitten durch die Einstände in denen das Wild versucht die harten Winter-Monate möglichst mit wenig Energieverbrauch zu überleben. Aufgescheucht durch sinnloses und verstandloses Herumirren in den ruhigen Wald- und Berggebieten die bis anhin verschont geblieben sind. Ein Trend der unüberlegter nicht gefördert werden kann. Weder von der Sport Industrie noch von der Presse. Schade.