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Quartierplanung in AllschwilRingen um Bauen im Bachgrabengebiet

Das Gemeindeparlament genehmigt eine zweite Quartierplanung mit Hochhaus.

Auf dem neu zu entstehenden BaseLink-Areal bildet der mit einer Höhe von 40 Metern etwas von der Lachenstrasse abgerückt platzierte erste Baukörper einen markanten Akzent.
Auf dem neu zu entstehenden BaseLink-Areal bildet der mit einer Höhe von 40 Metern etwas von der Lachenstrasse abgerückt platzierte erste Baukörper einen markanten Akzent.
Visualisierung: BaseLink

Der Bauboom im linksufrigen Bachgrabengebiet und seine Folgen hat den Allschwiler Einwohnerrat auch in der Novembersitzung beschäftigt. Anlass dazu gab die entscheidende zweite Lesung der Quartierplanung ALBA. Ging es bei der im Oktober verabschiedeten Quartierplanung Idorsia um den südlichen respektive oberen Teil des Gebiets, stand nun der untere Bereich vis-à-vis des Gartenbads Bachgraben im Fokus. Das Projekt der JP Bachgraben beinhaltet zwei Gebäude, die gemeinsam den städtebaulichen Auftakt zum neu entstehenden BaseLink-Areal bilden, wie es im Bericht des Gemeinderates heisst. Mit einer Höhe von 40 Metern setzt der etwas von der Lachenstrasse abgerückt platzierte erste Baukörper einen markanten Akzent. Im zweiten 20 Meter hohen Baukörper an der Kreuzung Lachenstrasse/Hegenheimermattweg soll es auch Platz für publikumsorientierte Nutzungen geben.

Bereits bei der ersten Lesung hatte Ueli Keller (EVP/GLP/Grüne) grundsätzliche Kritik geäussert. Nun reichte er einen Rückweisungsantrag ein. Der Bachgrabenboom nehme eine Dimension an, die ökonomisch, ökologisch und sozial keine günstigen Perspektiven biete. In ökonomischer Hinsicht gab Keller zu bedenken, dass für die Gemeinde Infrastrukturkosten entstünden, der Return of Investment aber fraglich sei. Punkto Ökologie fehle ein Verkehrskonzept, das verbindlich mit den Kantonen Basel-Stadt und Baselland sowie Frankreich vereinbart sei. Und aus sozialer Optik drohe das Gebiet eine Stadt am Rande von Allschwil zu werden. Mit 28 Nein-Stimmen gegen 9 Ja-Stimmen scheiterte der Rückweisungsantrag jedoch deutlich.

Wie bereits in der Debatte über den Quartierplan Idorsia standen das Mobilitätskonzept und dessen Umsetzung im Zentrum. Die vorberatende Kommission für Bau und Umwelt beantragte, auch im Quartierplan ALBA den maximalen Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) am Modalsplit zu verankern und auf maximal 30 Prozent festzulegen. Dem hielt Gemeinderat Christoph Morat rechtliche Argumente entgegen. Sachverhalte, die nicht im Einflussbereich des Grundeigentümers liegen würden, könnten nicht in Quartierplänen geregelt werden. Dies habe die Rechtsabteilung der Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons der Gemeinde mitgeteilt. Es sei deshalb auch nicht ausgeschlossen, dass sich der Einwohnerrat nochmals mit der Quartierplanung Idorsia befassen müsse.

Im Falle der Quartierplanung ALBA ist der Einwohnerrat nun dem Gemeinderat gefolgt. Damit bleibt es bei einem Verweis auf das Mobilitätskonzept, welches den MIV-Anteil auf maximal 39 Prozent begrenzt. Zum Schluss der Beratung blieb auch ein Antrag der EVP/GLP/Grüne-Fraktion für ein Behördenreferendum erfolglos.

6 Kommentare
    Michael Kaufmann

    Früher waren dort Schrebergärten. Jetzt ist dort alles platt und alles wird zubetoniert.