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Folgen von Sturmtief BrigitteRekordmengen an Regen im Süden der Schweiz

Die Niederschlagsperiode am Wochenende hat auf der Alpensüdseite teilweise zu Rekordwerten geführt. Noch immer führen Bäche und Flüsse Hochwasser.

In der Nähe der Tessiner Ortschaft Gudo ist der Fluss Ticino über die Ufer getreten.
In der Nähe der Tessiner Ortschaft Gudo ist der Fluss Ticino über die Ufer getreten.
Foto: Samuel Golay (Keystone/4. Oktober 2020)

Auf der Alpensüdseite hat es seit Sonntagmorgen erneut stark geregnet. Innert 24 Stunden kamen 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter dazu. An einigen Orten wurden über die gesamte Niederschlagsperiode vom Wochenende über 300 Liter gemessen.

In Mosogno im Valle Onsernone im Kanton Tessin waren es sogar 457 Liter, wie der Wetterdienst Meteonews am Montagmorgen mitteilte.

Über die ganze Niederschlagsperiode wurde an einigen Orten neue 24-Stunden-Niederschlagsrekorde gemessen. So fielen etwa in Bosco-Gurin TI zwischen Freitag und Samstag 283 Liter pro Quadratmeter, in Binn VS waren es 259 Liter und in Robièi 227 Liter. Rekorde gab es auch auf der Göscheneralp UR (182 Liter), in Piotta TI (171 Liter), Sedrun GR (145 Liter) und in Disentis GR (121 Liter).

Am Montagmorgen habe sich das Wetter auch im Süden beruhigt und die grossen Niederschläge seien abgeklungen, schrieb Meteonews. Bäche und Flüsse führten aber nach wie vor Hochwasser. Die Pegel würden in den nächsten Stunden langsam sinken.

Grosse Niederschlagsmengen: Die Reuss bei Gurtnellen UR hat viel Wasser geführt.
Grosse Niederschlagsmengen: Die Reuss bei Gurtnellen UR hat viel Wasser geführt.
Foto: Urs Flüeler (Keystone)

SDA/fal

2 Kommentare
    Martin Cesna

    Man müsste diese Wassermengen irgendwo speichern können. Die fehlen uns nämlich nächsten Winter oder spätestens nächsten Sommer.