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Lieber in die Berge als an den Strand

Sommerhitze, Terrorangst oder politische Unruhen lassen Schweizer die Ferien öfter im eigenen Land verbringen. Insbesondere islamisch geprägte Destinationen werden unbeliebter.

Das Tessin (im Bild das Verzasca-Tal) ist die absolute Lieblingsdestionation der Schweizer für diesen Sommer.
Das Tessin (im Bild das Verzasca-Tal) ist die absolute Lieblingsdestionation der Schweizer für diesen Sommer.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Der Lag da Breil in Brigels lockt bestimmt viele Touristen an. Insgesamt ist das Bündnerland auf dem dritten Rang der beliebtesten Destinationen.
Der Lag da Breil in Brigels lockt bestimmt viele Touristen an. Insgesamt ist das Bündnerland auf dem dritten Rang der beliebtesten Destinationen.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Deutliche Einbussen in der Beliebtheit musste Frankreich hinnehmen, nicht zuletzt wegen der Protesten der Gelbwesten. Dies kümmert jedoch diese Badenixen am Strand von Biarritz wenig.
Deutliche Einbussen in der Beliebtheit musste Frankreich hinnehmen, nicht zuletzt wegen der Protesten der Gelbwesten. Dies kümmert jedoch diese Badenixen am Strand von Biarritz wenig.
Bob Edme, Keystone
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Wieso denn in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah: Nach diesem Motto gestalten immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ihre Ferien und bleiben im Inland.

Insbesondere das Tessin, das Wallis und Graubünden wurden in den letzten Jahren immer begehrtere Ferienziele, wie der TCS in seinem am Montag veröffentlichten Reisebarometer ausweist. Im diesjährigen Barometer schwingen sie als Lieblingsdestinationen obenaus und konnten in den vergangenen Jahren stetig Boden gutmachen.

Der Hitzesommer verbunden mit dem schönen Wetter in der Schweiz dürfte dazu beigetragen haben, dass die Leute weniger in die Ferne verreisten und vermehrt Sommerferien in der Heimat machen, schreibt der TCS. Die beliebteste ausländische Reisedestination bleibt Italien, gefolgt von Spanien und Portugal, die in der Beliebtheitsskala ebenfalls weiter zulegen.

«Gelbwesten» schaden dem Tourismus

Während die Angst vor Terror sinkt, beeinflussen politische Ereignisse, wie die «Gelbwesten»-Proteste in Frankreich oder die angespannte Lage in Südafrika das Reiseverhalten. Frankreich und Südafrika haben entsprechend auf der Beliebtheitsskala stark eingebüsst.

Als am wenigsten attraktiv werden Destinationen in den islamisch geprägten Regionen Ägypten, Arabische Emirate und Türkei eingeschätzt. Diese Länder haben damit trotz höherem Sicherheitsgefühl und sinkender Terrorangst weiter an Attraktivität als Reiseziele eingebüsst.

Fanden in den letzten beiden Jahren jeweils rund 35 Prozent der Befragten, dass das Reisen in den letzten 12 Monaten sicherer oder etwas sicherer wurde, sind es 2019 sogar 46 Prozent.

Immer wichtigere Rolle des Internets

Bei der Planung von Reisen spielt das Internet eine immer wichtigere Rolle. Während 2018 noch 71 Prozent der Befragten Online-Reiseinformationen und Sicherheitshinweise als wichtig empfanden, sind es in diesem Jahr 78 Prozent.

Das Internet ist zudem eine wichtige Quelle für die Reiseplanung geworden. So geben fast 60 Prozent an, sie würden ihre Reise aufgrund von Kommentaren und Bewertungen auf Online-Buchungsplattformen planen.

Das Forschungsinstitut gfs.bern erhob die Daten im Auftrag des Touring Clubs der Schweiz (TCS) von 21. Januar bis 11. Februar. Das Institut führte Telefoninterviews mit 1000 in der Schweiz wohnenden Erwachsenen. Zudem wurden 1371 zufällig ausgewählte TCS-Mitglieder online befragt. Der Stichprobenfehler für die Bevölkerung beträgt 3,2 Prozent und 2,7 Prozent für die TCS-Mitglieder.

(SDA)

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