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3, 2, 1 ... mein Economy-Sitz!

Airlines versteigern leer gebliebene Economy-Sitze und erhöhen damit ihre Einnahmen.

Leere Sitze: Fast jeder fünfte Sessel auf der Welt bleibt frei. (iStock)
Leere Sitze: Fast jeder fünfte Sessel auf der Welt bleibt frei. (iStock)

Viele Fluggesellschaften haben erkannt, dass sie zusätzliche Einnahmen generieren können, indem sie leer gebliebene Sitze in der First Class oder Businessclass versteigern. Economy-Passagiere werden bei tiefem Buchungsstand an gewissen Daten und auf gewissen Langstrecken eingeladen, den Betrag zu setzen, den sie für ein Upgrade zu zahlen bereit wären. Die Airline akzeptiert am Ende die besten eingegangenen Angebote.

Davon profitieren beide: Das Unternehmen nimmt mehr ein, der Reisende fliegt günstig in einer höheren Klasse. Nun halten Auktionen langsam auch in der Economy Class Einzug. Die neue kanadische Billigairline New Leaf beispielsweise verkauft Sitze über das Portal Gojumpon. Flexible Reisende können dort allgemein Gebote für Plätze auf gewissen Strecken abgeben. Sie sehen dabei nicht, welche Airline dahintersteht.

Mitmachen kann man bei Gojumpon bereits ab 1 Dollar, auch wenn dann die Chance, zu gewinnen, freilich gering ist. Die Firma legt die Gebote der Airline laufend vor. Bieten Nutzer viel, nimmt die Fluggesellschaft eventuell umgehend an. Bieten sie weniger, erfahren sie spätestens 48 Stunden vor Abflug, ob sie den Platz bekommen oder nicht.

Angst vor Kannibalisierung

Auch das israelische Jungunternehmen Bidflyer macht dasselbe und sieht ein riesiges Potenzial in der Versteigerung leer gebliebener Sitze. Gemäss Zahlen der Iata werden jedes Jahr rund 20 Prozent der Plätze auf Flügen nicht verkauft. Die Firma glaubt, durch ihre Technologie den Sitzladefaktor einer Fluggesellschaft um 3 Prozentpunkte erhöhen zu können – durch das Erreichen flexibler Passagiere, die nicht unbedingt fliegen müssen.

Noch zögern viele Airlines. Sie fürchten, dass durch die Auktionen ihre bestehenden Verkaufskanäle kannibalisiert werden. Bidflyer versucht diese Angst zu zerstreuen. Beides laufe parallel und werde laufend aufeinander abgestimmt. Zudem kann die Airline ja Angebote erst 48 Stunden vor Abflug annehmen oder sie auch ablehnen.

Aerotelegraph.com/se

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