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Basler und Luzerner Fussballfans erzwingen Marsch

Der Fussball-Cupfinal vom kommenden Mittwoch wird für die Polizei und für die SBB zum Belastungstest: Fussballfans haben durchgesetzt, dass sie vom Hauptbahnhof bis zum Stadion marschieren können.

Der Cupfinal wird nicht der erste Marsch von auswärtigen Fans in Bern sein: Eine Erinnerung an den Holland-Fanmarsch an der EM08.
Der Cupfinal wird nicht der erste Marsch von auswärtigen Fans in Bern sein: Eine Erinnerung an den Holland-Fanmarsch an der EM08.
Urs Baumann
Wie das Sicherheitsdispositiv der Polizei und der SBB aussieht, wird in den nächsten Tagen kommuniziert.
Wie das Sicherheitsdispositiv der Polizei und der SBB aussieht, wird in den nächsten Tagen kommuniziert.
Walter Pfäffli
... Muristalden hoch in Richtung Stadion.
... Muristalden hoch in Richtung Stadion.
Christian Pfander
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DDie Behörden und die SBB hatten vorgeschlagen, die Extrazüge in Stadionnähe halten zu lassen. Doch schliesslich willigten sie zähneknirschend ein. Denn sonst wären die Fans womöglich in Regelzügen nach Bern gereist.

Die Kosten für das nötige grosse Polizeiaufgebot müssen die Stadtberner Steuerzahler berappen, wie der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Denn der Ausrichter des Cupfinals, der Schweizerische Fussballverband, ist laut Nause «kostenbefreit». Anders als die Berner Young Boys entrichtet er also für Spiele unter seiner Ägide keine Beiträge an die öffentlichen Sicherheitskosten.

Nun hoffe er, dass sich beide Fan-Lager verantwortungsbewusst verhielten und ein friedliches Fussballfest ermöglichten, sagte Nause. Der Verzicht auf ausgedehnte «Fan-Walks» wäre ihm aus Sicherheitsgründen lieber gewesen. Doch er habe sich überzeugen lassen, dass der Cupfinal etwas ganz Besonderes sei.

Wieviele Polizisten im Einsatz stehen werden, wollte Nause nicht sagen. Klar sei, dass es sich um ein «grösseres Aufgebot» handle. Bei vergleichbaren Topspielen mit YB sind in der Vergangenheit bis zu 600 Polizisten aufgeboten worden. Damit entstanden Kosten von schätzungsweise 250'000 Franken.

Auch SBB gab nach

Die SBB hatte ebenfalls vergeblich darauf hingewirkt, dass alle Luzerner Extrazüge in Ostermundigen und alle Basler Extrazüge im Wankdorf halten. Sprecher Reto Kormann bestätigte entsprechende Angaben der «Berner Zeitung».

Die beiden Fanlager sollen nun möglichst voneinander getrennt werden, wie einem Communiqué der Berner Kantonspolizei zu entnehmen ist. Die Luzerner Fans werden bereits kurz nach 15 Uhr in Bern erwartet und sollen über die «Welle» aus dem Bahnhof in Richtung Stadion geführt werden.

Ihre Route führt dann via Bubenbergplatz und Schauplatzgasse zum Bärenplatz. Von dort geht es weiter via Amthausgasse, Münster- und Junkerngasse zum Bärenpark und den Aargauerstalden hinauf zum Stadion.

Basler via Breitenrain

Die Züge mit den Basler Anhängern sollen zwischen 18 und 18.30 Uhr den Hauptbahnhof erreichen. Für die übrigen Bahnreisenden wird die Bahnhofshalle in dieser Zeit gesperrt.

Die Basler sollen anschliessend durch die Neuengasse zum Waisenhausplatz und durch die Zeughausgasse zum Kornhausplatz marschieren. Danach führt der Marsch via Kornhausbrücke zum Viktoriaplatz und dann weiter via Beundenfeld- und Militärstrasse in Richtung Wankdorf.

Der Cupfinal findet nach einigen Jahren Unterbruch wieder in Bern statt. Um den zweitwichtigsten Titel im Schweizer Fussball kämpfen Meister Basel und der FC Luzern.

In den letzten Jahren war der traditionsreiche Cupfinal zum Teil in Basel ausgetragen worden, weil sich der Verband mit dem Kunstrasen schwer tat. Inzwischen liegt im Stade de Suisse wieder ein Naturrasen.

SDA/cls

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