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«Das Damengambit» auf NetflixQuadratisch, logisch, gut

Selbst wer mit Schach nichts anfangen kann, wird diese Serie mögen: In «Das Damengambit» geht es ums Gewinnen und um andere Suchtmittel.

Sie fordert den Champion heraus: Anya Taylor-Joy und Thomas Brodie-Sangster in «Das Damengambit».
Sie fordert den Champion heraus: Anya Taylor-Joy und Thomas Brodie-Sangster in «Das Damengambit».
Screenshot: Netflix

Splitscreens, sehr Siebzigerjahre, oder? Das ist wahr, aber in welches Umfeld passen geteilte Bildschirme wohl besser als in eines, das dominiert wird von quadratischen, kleinen Feldern – wie ein Schachturnier? Na also.

Die Entscheidung zum Splitscreen ist nur einer der vielen ästhetischen Kniffe von Regisseur Scott Frank für seine malerische Verfilmung des Achtzigerjahre-Romans «Das Damengambit». Im Zentrum steht Elizabeth Harmon, gespielt von Anya Taylor-Joy, ihres Zeichens fiktives Schachgenie im Amerika der Sechziger- und Siebzigerjahre.

Die Serie setzt ein, als Beth acht Jahre alt ist. Nach dem Tod ihrer Mutter wird sie ins Waisenhaus gebracht. Eine der ersten Lektionen, die Beth dort lernt, könnte aus einem John-Irving-Roman stammen: Es gibt tatsächlich Menschen, die es gut mit ihr meinen. Und: Es gibt Pillen, die beim Einschlafen helfen, aber halluzinogene Nebenwirkungen haben (und die ausserdem abhängig machen). Und einen Hausmeister (Bill Camp), der Beth das Schachspielen beibringt und sonst nichts, ausser vielleicht der Tatsache, dass sie aussergewöhnlich ist.

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