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Kommentar zu RusslandPutins wunder Punkt

Die EU bringt nur halbherzige Sanktionen auf den Weg. Dabei gibt es ein naheliegendes Mittel, um den Kremlchef zu treffen: Strafmassnahmen gegen die Profiteure seines Systems.

Der russische Oppositionelle Alexei Nawalny konnte sich in Berlin von seiner Vergiftung mit einem Kampfstoff erholen. Er macht Putin dafür verantwortlich.
Der russische Oppositionelle Alexei Nawalny konnte sich in Berlin von seiner Vergiftung mit einem Kampfstoff erholen. Er macht Putin dafür verantwortlich.
Foto: Instagram @Navalny

Zu den populären Irrtümern unserer Zeit gehört die Annahme, Sanktionen wirkten nicht. Ein Beispiel aus dem Jahr 2015 zeigt, wie richtig das Gegenteil sein kann. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges im syrisch-türkischen Grenzgebiet reagierte der russische Präsident Wladimir Putin 2015 zügig und kompromisslos. Er verbot Russen Urlaubsreisen in die Türkei und stoppte Investitionen. Die wirtschaftlichen Folgen trafen die Türkei hart. Erst als der sonst so grossmäulige Recep Tayyip Erdogan zu Kreuze kroch, lockerte Putin die Strafen. Der Kremlchef kennt sich aus mit Sanktionen und weiss, wie schmerzhaft sie sein können – vorausgesetzt, sie werden richtig angewandt. Genau deshalb werden ihn die neuesten Nachrichten aus Luxemburg eher nicht beunruhigen.

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