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Heimliche Trauung der Queen-EnkelinPrinz Andrew fehlt auf Hochzeitsfotos seiner Tochter

«Wo ist Papa?», fragte eine britische Sonntagzeitung – und nicht nur sie. Hat Prinz Andrews Abwesenheit mit dem Epstein-Missbrauchsskandal zu tun?

Segen von der Queen und Prinz Philip: Prinzessin Beatrice und Edoardo Mapelli Mozzi sind jetzt verheiratet.
Segen von der Queen und Prinz Philip: Prinzessin Beatrice und Edoardo Mapelli Mozzi sind jetzt verheiratet.
Keystone

Nach der überraschenden Nachricht von der Hochzeit der Queen-Enkelin Prinzessin Beatrice und ihrem Partner Edoardo Mapelli Mozzi hat der Palast am Wochenende mehrere Fotos der Feier veröffentlicht. Darauf zu sehen ist eine strahlende Beatrice (31) an der Seite ihres 37 Jahre alten Bräutigams vor der blumengeschmückten Royal Chapel of All Saints auf dem Gelände von Schloss Windsor. Beatrice trägt ein Kleid und eine Tiara, die sie sich von ihrer Grossmutter geliehen hatte, wie der Palast mitteilte. Auf einem weiteren Bild sind – mit deutlichem Abstand zum Brautpaar – Königin Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) zu sehen. Die beiden wurden wegen der Coronavirus-Pandemie seit Mitte März aus Schloss Windsor von der Aussenwelt abgeschirmt. Sie schauen mit zufriedenem Blick auf das frisch vermählte Paar.

Viele britische Zeitungen hoben eines der Bilder am Sonntag auf ihre Titelseite. Nicht entgangen ist vielen dabei, dass Beatrices Eltern, Prinz Andrew und seine Ex-Frau Sarah Ferguson (Fergie), nicht zu sehen sind. «Wo ist Papa?», fragte der «Sunday Mirror». Möglicherweise wollte der Palast verhindern, dass die Hochzeit von den Vorwürfen gegen Andrew (60) im Epstein-Missbrauchskandal überschattet werden könnte. Der zweitälteste Sohn der Queen steht seit Monaten wegen seiner Freundschaft zu dem inzwischen gestorbenen Multimillionär Jeffrey Epstein in der Kritik.

Hochzeit mit strikten Distanzregeln

Der einschlägig vorbestrafte US-Geschäftsmann Epstein soll über Jahre hinweg Dutzende minderjährige Mädchen missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Er nahm sich vergangenen Sommer in einer Gefängniszelle in New York das Leben. Eines der Opfer wirft Andrew vor, er selbst habe sie mehrfach missbraucht. Andrew bestreitet das. In einem BBC-Interview Ende vergangenen Jahres versuchte er die Vorwürfe zu entkräften, wurde aber weithin als unglaubwürdig wahrgenommen. Er hat sich inzwischen von seinen offiziellen Aufgaben zurückgezogen. Die Festnahme und Anklage der ehemaligen Epstein-Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell hatte das Thema aber in den vergangenen Wochen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gebracht.

Beatrice hatte die Hochzeit wegen der Coronavirus-Pandemie verschieben müssen. Eigentlich hätte sie bereits Ende Mai in London stattfinden sollen. Die Zeremonie fand unter strikter Beachtung der Distanzregeln statt, wie die BBC berichtete. Der Brautstrauss wurde wie bei den Royals üblich auf dem Grabmal des unbekannten Soldaten in der Westminster Abbey abgelegt. Beatrice ist die neunte in der britischen Thronfolge. Ihre jüngere Schwester Eugenie (30) hat bereits vor zwei Jahren in Windsor unter grosser Beachtung der Medien geheiratet.

SDA

6 Kommentare
    Hanspeter Müller

    Man stelle sich mal die praktische Umsetzung vor eines Fotos zu Coronazeiten mit Brauteltern, Braeutigameltern, Koenigin, Prinzgemahl und Trauzeugen, wie das sonst ueblich ist. Dann wird die Frage nach dem Vater auf dem Foto genau so absurd wie sie ist. Anstatt das Paar in Ruhe feiern zu lassen muss mit aller Gewalt ein Skandal heraufbeschworen werden, der moeglicherweise nicht einmal einer ist. Egal was er gemacht hat, oder eben auch nicht, er ist ihr Vater, und sie kann nichts dafuer. Also ist es einfach nur unnoetig und peinlich diesen Anlass zur Quotenverbesserung auszunutzen.