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Verhindern statt ermöglichenPrattlerin protestiert mit PVC-Blachen gegen Solarverbot

Die Baselbieter Bewilligungsbehörden haben Véronique Egger den Bau einer Fotovoltaikanlage auf der Rückseite ihres Hauses verboten. Jetzt strapaziert sie das Ortsbild mit Protestblachen.

Auf der vom Dorfkern abgewandten Seite hätte Véronique Egger gern das Dach mit Solarpanels eingedeckt. Doch das vom grünen Regierungsrat Isaac Reber geführte Bauinspektorat hat ihr die umweltfreundliche Energiegewinnung untersagt.
Auf der vom Dorfkern abgewandten Seite hätte Véronique Egger gern das Dach mit Solarpanels eingedeckt. Doch das vom grünen Regierungsrat Isaac Reber geführte Bauinspektorat hat ihr die umweltfreundliche Energiegewinnung untersagt.
Foto: Daniel Wahl

Dort, auf ihrem Hausdach, wo Véronique Egger klimaneutralen Strom produzieren könnte, wo die Sonnenstrahlen selbst im Winter über den Madle lugen und die Ziegel der Liegenschaft im Prattler Dorfkern streifen, ist eine PVC-Blache installiert. «Bewahre mich vor Wasserschaden, Behördenwillkür …», steht in grossen Lettern auf dem Tuch. Und damit auch wirklich jeder sieht, dass sie mit der Verwaltung in Liestal seit Ende Oktober wegen einer nicht bewilligten Fotovoltaikanlage auf Kriegsfuss steht, hat sie auch auf der Nordseite des Hauses eine zweite, weisse Blache aufs Dach gelegt. Dort wird, nun für jedermann «einsehbar», das geschützte Prattler Ortsbild strapaziert mit den Worten: «Gott schütze mich vor Sturm und Schmutz, Bauinspektorat und Denkmalschutz.»

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