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Einwohnerrat PrattelnPrattler sollen mehr Ruhebänke erhalten

Der Einwohnerrat überweist die Motion «Sitzgelegenheiten» an den Gemeinderat.

In Pratteln gibt es zu wenig Möglichkeiten, um eine kurze Ruhepause einzulegen.
In Pratteln gibt es zu wenig Möglichkeiten, um eine kurze Ruhepause einzulegen.
Foto: Dominik Plüss

Bänke als Teil des Mobiliars im öffentlichen Raum gibt es in den Gemeinden unterschiedlich viele. In Pratteln anscheinend zu wenige, was Einwohnerrätin Rebecca Moldovanyi (SP) bereits im September vergangenen Jahres dazu veranlasste, ein Postulat mit dem Titel «Sitzgelegenheiten» einzureichen. Der Bedarf sollte überprüft werden. Denn Ruhebänke «erlauben es Personen, welche durch Alter, Behinderung oder Krankheit auf Pausen angewiesen sind, mobil und unabhängig zu bleiben», so Moldovanyi.

Die Bedarfsanalyse des Gemeinderats, die Mitte Oktober vorgestellt wurde, ist ernüchternd: Der Westen ist nicht, der Osten nur sehr lückenhaft, der Süden nur teilweise und nicht zusammenhängend, der Norden nicht mit Ruhebänken erschlossen. Etwas beschämend für eine Gemeinde, die auf ihrer Website darauf hinweist, dass es zu den Aufgaben einer Gemeinde gehöre, «für die notwendigen Einrichtungen für ältere Menschen zu sorgen». Einzig das Gebiet Längi sei gut mit Ruhebänken erschlossen.

Moldovanyi setzt nun nach den Ergebnissen der Bedarfsanalyse mit einer Motion Druck auf, denn «es passiert nichts». Die Schaffung von Sitzgelegenheiten sei kein Luxus. Sie fordert den Gemeinderat auf, zusammen mit der Kommission für Altersfragen einen Massnahmenplan zu erstellen, «wo und welche Art von Sitzflächen in den nächsten sechs Jahren montiert werden». Stehen keine gemeindeeigenen Flächen zur Verfügung, sollen Liegenschaftsverwaltungen angefragt werden. Ausserdem sollen in neuen Quartieren und bei Strassensanierungen Sitzgelegenheiten in die Planung aufgenommen werden.

«Fast nicht umsetzbar»

Gemeinderat Urs Hess (SVP) hätte die Motion lieber als Postulat entgegengenommen. Denn die Forderung nach einer flächendeckenden Einrichtung von Ruhebänken sei «fast nicht umsetzbar». Der Gemeinde sei es nicht möglich, den Platz zu schaffen, um alle 200 bis 300 Meter eine Bank aufzustellen. Ausserdem habe dies «ein Preisschild». Unterstützung erhielt Hess von Parteikollege Erich Schwob. Er gab zu bedenken, dass es schwierig werde, Private für die Einrichtung von Bänken zu gewinnen, und plädierte für eine Überweisung als Postulat.

Moldovanyi zeigte sich mit der Antwort des Gemeinderates unzufrieden. Die Analyse habe gezeigt, dass der Bedarf eindeutig vorhanden sei. Die einzige logische Konsequenz sei es, «aus dem abgeschriebenen Postulat eine Motion zu machen». Und so sah es auch die Ratslinke, mit deren Stimmen die Forderung letztlich an den Gemeinderat überwiesen wurde.

1 Kommentar
    Ursula Haass

    Ich dachte immer - wie eigentlich vorausgesagt - dass im Bereich oder auf dem Areal der ehemaligen Feuerwehr Pratteln ein kleiner Park mit Ruhebänken geschaffen würde - angeschlossen an die Rundum-Grünfläche des Schlosses Pratteln. Aber nichts ist passiert. Jetzt sind vor der grossen freien Fläche Parkplätze für Busse aufgemalt - ist eigentlich nicht dasselbe!