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Präsident der MittePfister droht mit Referendum bei AHV-Reform

Ein Abbau der Frauenrenten komme nicht infrage, sagt der Präsident der Mitte. Die Vorlage müsse schliesslich auch vor dem Volk bestehen.

Knacknuss AHV-Reform: Gerhard Pfister droht mit dem Referendum, falls es keine akzeptablere Lösung gibt.
Knacknuss AHV-Reform: Gerhard Pfister droht mit dem Referendum, falls es keine akzeptablere Lösung gibt.
Foto: Alessandro delle Valle (Keystone/Archiv)

Mitte-Präsident Gerhard Pfister hat bezüglich der Reformvorlage zum Sozialwerk AHV mit dem Referendum gedroht. «So ein Abbau der Frauenrenten kommt nicht infrage», sagte er in einem Interview mit dem «Blick» vom Dienstag.

«Den jetzigen Vorschlag können wir – hier sind die Signale aus unserer Basis klar – so nicht mittragen, weil er die Probleme nicht löst, sondern verschärft. Notfalls werden wir als Mitte sogar das Referendum dagegen ergreifen», führte Pfister weiter aus. (Lesen Sie dazu unseren Kommentar: Das ist ein Rentendeal gegen die Frauen).

Skizzieren der Lösung

Die Vorlage müsse schliesslich vor dem Volk bestehen, und dies werde sie mit 400 Millionen Franken für Kompensationsmassnahmen sicher nicht, sagte der 57-Jährige weiter. «Ich habe viele Rückmeldungen gerade von Mitte-Frauen erhalten, die eine solche Abbauvorlage nicht mittragen werden. Andere lehnen ein höheres Frauenrentenalter ab, solange die Heiratsstrafe bei der AHV nicht beseitigt ist», hiess es zudem.

«Unsere Position mit neun Übergangsjahrgängen und 700 Millionen Franken ist das Minimum für einen Kompromiss», signalisierte der Mitte-Präsident den Verhandlungsspielraum.

Alle an einem Strick ziehen

Gleichzeitig rief Pfister alle Verhandlungspartner auf, sich zu bewegen. «Seit 20 Jahren haben wir keine wirkliche Reform mehr geschafft, die Blockade müssen wir durchbrechen», erklärte er. Eine AHV-Reform mit einem grossen Schritt wie Frauenrentenalter 65 gelänge nur mit einem anständigen Ausgleich, betonte der Mitte-Politiker.

«Gerade bei den Sozialwerken ist es wichtig, dass wir aus dem Lager-Denken herausfinden und miteinander statt gegeneinander arbeiten. Wir müssen nun alle einen Schritt aufeinander zu machen», forderte der Mitte-Präsident gegenüber dem «Blick».

SDA/fal

107 Kommentare
    AE

    Ich fühle mich immer stärker zur neuem “Mitte“ hingezogen. Rechts und Links polarisieren nur, aber ich fühle mich als Mittelständer durch diese beiden immer mehr vernachläsigt. Die eie Seite sieht mich mehrheitlich als Milchkuh der Nation, während die andere entweder mehr die Elite und die Wirtschaft unterstützt oder gar keine Linie hat. Danke Herr Pfister. Ich teile Ihre Meinung voll und ganz.